So wie es aussieht, wird die Menschheit im Jahr 2017 erneut Zeuge eines Rennens zum Mond werden. Gut, so spannend wie das Rennen zwischen den USA und Russland in den 1960er Jahren wird es nicht werden, aber dennoch hat der Lunar XPRICE von Google einiges an Aufmerksamkeit verdient. Bei dem Wettbewerb geht es darum, ein privates Projekt auf den Mond zu bringen und dort 500 Meter zurücklegen zu lassen. Und da kürzlich ein zweites Unternehmen bekannt gab, im Rahmen des Lunar XPRICE einen Startvertrag unterschrieben zu haben, wird es nun wirklich spannend.


Bild: Moon Express
Bild: Moon Express

Zwei Unternehmen auf dem Weg zum Mond

Vor ein paar Tagen gab das Unternehmen Moon Express aus Kalifornien bekannt, einen Vertrag für den Transport ihres Mondfahrzeuges mit einer Rakete von Rocket Lab USA zu haben. Der Start wird 2017 stattfinden. Damit steht Moon Express in direkter Konkurrenz mit SpaceIL, einem Unternehmen aus Israel, dessen Mondfahrzeug ebenfalls 2017 mit einer SpaceX-Rakete auf den Mond soll.

Der Preis für den ersten Platz im Lunar XPRICE Wettbewerb kann sich sehen lassen: 20 Millionen US-Dollar erhält das Unternehmen, dem es als erstes gelingt, 500 Meter auf dem Mond zurückzulegen. Der zweitplatzierte erhält 3 Millionen US-Dollar.


Der Plan von Moon Express ist es, das Landefahrzeug mittels kleiner Steuerraketen über die Oberfläche des Mondes “hüpfen” zu lassen. Außerdem gibt es Pläne für zwei weitere Lander, die 2017 ebenfalls mit einer Rakete von Rocket Labs USA auf den Mond gelangen sollen. Das eigentliche Ziel des Unternehmens ist es, auf dem Mond Ressourcen wie beispielsweise Helium 3 zu sammeln, das eines Tages in Fusions-Reaktoren zum Einsatz kommen könnte.

We applaud Google and XPRIZE for setting up such a visionary competition, and we’ve got our eyes on the prize. Our long-term goal is to unlock lunar resources for the benefit of humanity, and we are thrilled to have our contract in place with Rocket Lab allowing us to provide low-cost missions to the moon for science and commerce”, so der CEO von Moon Express, Rob Richards, in einem Statement.

Rennen auf dem Mond

Zu einem richtigen Kopf an Kopf Rennen auf dem Mond wird es nicht kommen, da die beiden Lander an unterschiedlichen Stellen auf dem Mond landen werden. Allerdings wird zwischen den einzelnen Landungen nur ein Zeitraum von wenigen Wochen liegen, sodass es zumindest ein wenig spannend werden dürfte.

Having multiple teams attempting actual missions to the Moon is a hallmark of a genuine competition. Verified launch contracts are the ‘bona fides’ that teams need to demonstrate that they are in it to win it. Moon Express’ accomplishment has brought XPRIZE closer to the Moon, so Bob Weiss, Präsident von XPRICE.

Insgesamt sind noch weitere 14 Teams in den XPRICE-Wettbewerb eingebunden. Sie haben noch bis zum 31. Dezember 2016, um einen Transportvertrag zum Mond vorzulegen und somit an dem Rennen teilzunehmen.

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