Fitnessarmbänder und Smartwatches gibt es schon eine ganze Menge. Diese können die Schritte zählen und den Kalorienverbrauch berechnen. Forscher der University of Washington möchten nun aber ein Armband entwickeln, dass eine andere Form des Energieverbrauchs misst. Das MagnifiSense genannte Band soll erkennen, wenn sein Träger mit elektronischen Geräten interagiert. Daraus lässt sich dann berechnen, wie viel Strom dabei jeweils verbraucht wird. Am Ende des Tages kann dann der individuelle Klima-Fußabdruck erstellt werden – der Nutzer sieht also wie viel CO2-Emmissionen er in etwa verursacht hat.


Via: Gizmag Credit: University of Washington
MagnifiSense Prototyp (Bild: University of Washington)

Auch unterwegs wird der Stromverbrauch analysiert

Dies kann beispielsweise nützlich sein, um sich ein Stromsparenderes Verhalten anzutrainieren. Die grundlegende Technik bietet aber auch breitere Anwendungsmöglichkeiten. So würde das Gerät theoretisch auch erkennen, wenn ältere Menschen beim betreuten Wohnen den Herd anstellen und könnte gegebenenfalls einen Betreuer informieren. Auch jüngere Menschen vergessen schon einmal die Herdplatte auszuschalten oder den Fernseher auszumachen, wenn sie das Haus verlassen. Entsprechend programmiert, könnte das smarte Armband auch hier ein Warnsignal abgeben. Das Gerät funktioniert aber nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch unterwegs. Wer also den Drucker im Büro nutzt, spart zwar Papier- und Patronenkosten, reduziert aber nicht seine Energiebilanz.

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Bild: University of Washington

Der erste Prototyp muss noch verkleinert werden

Erkannt werden die einzelnen Elektrogeräte dabei durch eine Analyse der elektromagnetischen Strahlung. Diese variiert je nach dem, ob ein Mixer, ein Fön oder ein Fernseher in Betrieb ist. Der von den Forschern bisher entwickelte Prototyp ist allerdings noch nicht ganz perfekt in der Analyse dieser Strahlungen. In einem ersten Test erkannte er zwölf verschiedene Geräte mit einer Wahrscheinlichkeit von 84 Prozent. Durch eine einmalige Kalibrierung konnte dieser Wert allerdings auf 94 Prozent gesteigert werden. Der erste Prototyp ist zudem noch extrem unhandlich und nicht wirklich modisch kleidend am Handgelenk. Die Forscher hoffen aber, schon bald die Technik so reduzieren zu können, dass sie in gewöhnlichen Armbändern und Uhren zum Einsatz kommen kann.


Via: University of Washington

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