Das US-Startup Eaze versucht zwei verschiedene Trends zu vereinen. Einerseits legalisieren immer mehr US-Bundesstaaten den Verkauf von Marihuana. Auf der anderen Seite erwarten immer mehr Kunden, dass sie ihre Betellungen per Smartphone aufgeben können und die Ware anschließend geliefert bekommen. Dieses Phänomen ist – in Anspielung auf den Taxidienst Uber – auch als „Uber for everything“ bekannt. Eaze überträgt dieses Konzept nun auf das klassische Geschäftsfeld der Marihuana-Lieferung. Mehreren bekannten Finanzinvestoren scheint die Idee zumindest einleuchtend: Sie investierten rund zehn Millionen Dollar in das Unternehmen.


Marihuana
Foto: Marihuana Payman CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Bezahlung mit Bargeld

Eaze übernimmt dabei allerdings nicht die klassische Rolle des Dealers, sondern vermittelt lediglich die Dienste der entsprechenden Apotheken. Diese sorgen dann für die eigentliche Lieferung und werden auch durch den Kunden bezahlt. Dies bringt einige Unannehmlichkeiten mit sich. So kann, anders als beispielsweise bei den bekannten Essenslieferungsportalen, nicht online oder mit der Karte bezahlt werden. Kunden müssen also ausreichend Bargeld vorrätig haben, um den Lieferboten zu bezahlen. Dafür allerdings verspricht das Unternehmen, dass die Lieferung in aller Regel innerhalb von einer Stunde erfolgt.

Snoop Dog ist auf dem Markt ebenfalls aktiv

Bemerkenswert an Eaze ist allerdings nicht die grundsätzliche Geschäftsidee, sondern dass zahlreiche namhafte Investoren sich an dem Unternehmen beteiligt haben. Dies deutet darauf hin, dass die US-Finanzwelt den legalen Marihuana-Handel nicht länger als eine Nische für Aktivisten betrachtet, sondern als zukunftsträchtiges Geschäftsfeld in Betracht zieht. Interessant Detail am Rande dabei: Der US-Musiker Snoop Dog scheint diesen Trend bereits vor einiger Zeit erkannt zu haben und hat daher einen Fonds für Investitionen in die Marihuana-Industrie aufgelegt.
Deutschland dürfte für Eaze allerdings in naher Zukunft kein lohnenswerter Markt werden. Anders als in den Vereinigten Staaten steht die Legalisierung von Marihuana hierzulande nicht auf der politischen Tagesordnung.


Quelle: TechCrunch

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