Die niederländische Firma Mars One plant, eine dauerhafte menschliche Kolonie auf dem Mars zu errichten. Die Besonderheit dabei: Die neuen Marsbewohner erhalten lediglich ein One-Way-Ticket – eine Rückkehr zur Erde ist nicht vorgesehen. Trotzdem bewarben sich mehr als 200.000 Menschen, um Teil der Mission zu werden. Inzwischen hat die Firma die Zahl der aussichtsreichen Bewerber auf einhundert reduziert. Diese haben sich nun erstmals persönlich getroffen und unterlaufen aktuell ein fünftägiges Testprogramm. Dabei müssen die Kandidaten nicht nur individuelle Fähigkeiten unter Beweis stellen, sondern auch Teamfähigkeit demonstrieren. Ende der Woche sollen dann vierzig Bewerber ausgewählt werden, die in die finale Phase des Auswahlprozesses einziehen.


Mars

Die Marsbewohner werden sich selbst versorgen müssen

Tatsächlich zum Mars gelangen sollen letztlich 24 Bewerber. Der erste Flug mit vier Pionieren ist dabei für das Jahr 2026 geplant. Anschließend sollen sich dann alle zwei Jahre vier weitere Marskolonisten auf den Weg machen. Vor Ort werden die neuen Marsbewohner dabei auf sich alleine gestellt sein. Denn anders als beispielsweise bei der internationalen Raumstation ISS sind keine regelmäßigen Versorgungsflüge geplant. Was die Marsbewohner also benötigen, müssen sie vor Ort produtieren. Ein Teil der Tests beschäftigte sich daher genau mit solchen Themen: Wasser finden, Dauerstoff produzieren oder Gemüse anbauen. Es gibt aber auch klassische Gruppenübungen, bei denen Team- und Führungsqualitäten gefragt sind.


TV Kameras sollen die Kandidaten später begleiten

Hinzu kommen die klassischen Tests, die auch von allen Nasa-Astronauten absolviert werden müssen. Ob das Projekt allerdings tatsächlich jemals umgesetzt wird, steht noch sprichwörtlich in den Sternen. So zweifeln Experten an den bisher veröffentlichten Plänen, um eine erdähnliche Atmosphäre auf dem roten Planeten zu erzeugen. Andere wiederum halten die Ankündigungen für ausgefuchste PR-Manöver. Die Macher hinter dem Mars One Projekt scheinen aber weiter von ihrer Idee überzeugt zu sein. Ein Teil der Kosten soll dabei durch ein TV Reality Format wieder hereingeholt werden. Ob die Kandidaten auch auf ihre Fernsehtauglichkeit hin überprüft werden, ist nicht bekannt.

Via: Daily Mail

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1 Kommentar

  1. Jens Hafner

    9. Juni 2016 at 16:44

    Ich bin erstaunt, dass sich tatsächlich 200000 Menschen vorstellen können, die Erde gegen den Mars einzutauschen. Ich bin sicher, einmal dort, bekämen die meisten dieser Anwärter eine völlig neue Art von Schock, bzw. Trauma. Man könnte es“extratrerrestrische Phobie“ nennen, die Angst, weit weg von der Erde zu sein, unter einem Himmel mit einer viel kleineren Sonne, einer Wüste ohne Pflanzen, einem Leben im Strahlungsfeld, einem „Draussen“, wo man nicht atmen kann und ohne Schutz sofort stirbt.
    Ich bin sicher, dieses „Nur-noch-Drinnenl-leben-müssen“ wird zu einem rapiden Verlust der Lebenskraft und des Lebenswilllens führen. Ich hoffe, ich erlebe noch, wie dieses Projekt stattfindet, und in welcher Weise es ablaufen wird!

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