Akkus oder Wasserstoffbrennstoffzelle: Alternative Antriebstechnologien für die Autos der Zukunft werden momentan intensiv diskutiert. Aber wie sieht es mit alternativen Baustoffen für die Produktion der Fahrzeuge aus? Pflanzenbasierte CNF (Cellulose Nanofiber) könnte ein Stichwort sein, dass die Autobauer in Zukunft beschäftigen wird. Das Material ist sehr leicht und gleichzeitig sehr stark – was es geradezu perfekt für die Produktion von Autos macht.


CNF: Die Zukunft des Autobaus?

Pflanzenbasiertes CNF ist im Grunde genommen aus Holz. Dieses wird allerdings kleingehackt, zermahlen und in Chemikalien ausgekocht, um das enthaltene Lignin sowie die Hemicellulose zu entfernen. Das fertige CNF ist ein extrem leichtes, verdichtetes und hartes Material, das auch hervorragend recycelt werden kann.


Dass dieses Material gut für die Fertigung diverser Produkte geeignet ist, dürfte bei diesen Eigenschaften auf der Hand liegen. Es kann mit Kunstharz stabilisiert und dann in Formen injiziert werden. So ist auch die Konstruktion komplexer Strukturen möglich.

Das japanische Umweltministerium sieht im pflanzenbasierten CNF ein enormes Potential für die Autoindustrie. Die Verwendung des Materials könnte nicht nur das Gewicht der Fahrzeuge verringern, sondern auch nachhaltig ihren CO2-Fußabdruck verringern.

Japanisches Umweltministerium testet das Material

In einem Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit der Kyoto University entstand dabei ein Supercar-Projekt, das zu großen Teilen aus dem holzbasierten CNF besteht – sowohl in der Karosserie als auch im Innenraum kam das Material zum Einsatz. Das Fahrzeug wurde auf den Namen „Nanocellulose Vehicle“, kurz NCV, getauft. Verglichen mit einem Fahrzeug aus Standardmaterialien konnte das Gewicht um etwa 10 Prozent gesenkt werden. Außerdem konnte pro Exemplar so viel CO2 eingespart werden wie ein Mensch im Jahr an Emissionen verursacht

Die Bauteile des Fahrzeugs werden wiederholt und langfristig diversen Tests unterzogen, sodass sichergestellt werden kann, dass die Haltbarkeit ausreicht, um gegenüber anderen Materialien konkurrenzfähig zu sein. Außerdem müssen für jedes Bauteil bestimmte Spezifikationen erreicht werden, um eine Verwendung im Autobau zu ermöglichen.

Nach Angaben des mit dem Projekt beschäftigten Teams sind die Resultate der Tests bisher sehr vielversprechend. Mehrere Autohersteller, darunter auch Toyota, beschäftigen sich mit der Eignung CNFs für die Herstellung von Autos. Neben den notwendigen Eigenschaften muss sich auch herausstellen, ob das Material für die Massenfertigung geeignet ist und preislich mit anderen Materialien konkurrieren kann.

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1 Kommentar

  1. Björn

    4. November 2019 at 08:26

    klingt doch stark nach Presspappe. . . aber hey, alles ganz neu! und der Osten war schlecht!

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