Elektroeinzelhändler wie Media Markt oder Saturn hatten in den letzten Jahren massiv unter der Konkurrenz von Internethändlern zu leiden. Während beispielsweise in der Lebensmittelbranche die Bestellung im Internet noch eher ein Nischenthema ist, hat Amazon im Elektronikbereich längst die Marktführerschaft übernommen. Media Markt versucht daher bereits seit einiger Zeit, sich durch technische Innovationen von der Konkurrenz abzuheben. So ist in Düsseldorf beispielsweise ein Lieferroboter des Startups Starship Technologies im im Einsatz. Dieser liefert Bestellungen noch am selben Tag zum Kunden – was jeweils weniger als einen Euro kostet. In einer Filiale in Ingolstadt wiederum arbeitet seit einiger Zeit der Roboter Paul. Dieser kann Fragen der Kunden verstehen und diese auf Wunsch zu allen verfügbaren Produkten führen.


Das Design wurde bewusst funktional gehalten

Zudem kann der Roboter auch einfache Fragen zu den einzelnen Produkten beantworten. Wird es komplizierter, bietet Paul an, einen menschlichen Mitarbeiter zu holen. Der Roboter selbst hingegen wurde bewusst nicht humanoid gestaltet. Zwar verfügt er über zwei kleine Augen, die auch blinzeln können, ansonsten aber handelt es sich um ein rein funktionales Design. So wurde beispielsweise kein sich bewegender Mund integriert, sondern Paul kommuniziert über konventionelle Lautsprecher. Über diese kann er auf Wunsch des Kunden allerdings auch Musik abspielen. Bisher legt der hilfsbereite Roboter in Ingolstadt rund zwei Kilometer täglich im Auftrag der Kunden zurück.


Für den Einsatz im Media Markt wurde ein Care-O-bot weiter entwickelt

Entwickelt wurde Paul, der seinen Namen von den menschlichen Mitarbeitern im Ingolstädter Media Markt erhielt, in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut. Die Basis bildete ein Care-O-bot, der eigentlich entwickelt wurde, um Menschen im Altenheim mit Wasser zu versorgen. Für den Einsatz im Media Markt wurde das Design ein wenig vereinfacht und beispielsweise auf einen Greifarm verzichtet. Dafür wurde die Software so programmiert, dass der Roboter mit den Kunden sogar ein bisschen Small Talk führen kann. Langfristig hat die Technik zudem noch weitaus größeres Potential. Denn sie ist in der Lage, Gesichter zu erkennen und abzuspeichern. Theoretisch wäre auf diese Weise irgendwann eine individuelle Ansprache und Beratung möglich.

Via: Abendzeitung

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