Der medizinische Fortschritt bringt es mit sich, dass immer mehr medizinische Geräte in den menschlichen Körper implementiert werden. Die Liste reicht dabei von Prothesen über Herzschrittmacher bis hin zu Kathetern. Grundsätzlich ist dies natürlich eine gute Sache, weil so die Lebensdauer und Lebensqualität der Menschen erhöht wird. Immer mal wieder kann es aber auch passieren, dass nicht nur das Implantat in den Körper verpflanzt wird, sondern auch Unheil anrichtende Bakterien. Oftmals sind Blutvergiftungen dann die Folge. Wissenschaftler haben daher nun einen mit Silber ummantelten Biofilm entwickelt, der verhindert, dass sich Bakterien an den Geräten festsetzen können.


Kopf-Transplantation in 2017

Auch Entzündungen sollen verhindert werden

Unterhalb der Silberschicht kommen dabei vor allem Peptide wie Catestatin zum Einsatz. Die Zahl der Infektionen bei medizinischen Implantaten ist dabei vergleichsweise gering. Einige Indikatoren deuten aber daraufhin, dass der Wert zumindest leicht ansteigt. Es kann also in jedem Fall nicht schaden, ein wirksames Gegenmittel zu entwickeln. Der nun präsentierte Biofilm hat zudem noch weitere Vorteile. So ist unterhalb des Silbermantels auch Polyarginin zu finden, was – ebenso wie das Silber selbst – eine entzündungshemmende Wirkung hat. Erste Tests an der Universität Straßburg konnten dabei die Wirksamkeit der neuen Methode nachweisen. Weitere Tests müssen nun allerdings noch belegen, dass auch der Biofilm selbst für den Patienten ungefährlich ist.


Silber hat eine lange medizinische Tradition

Diesen Nachweis zu erbringen und dann ein einsatzfähiges Produkt zu entwickeln, dürfte dabei noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Silber hat allerdings eine lange Geschichte in der Medizin. Schon Hippokrates nutzte es zur Behandlung von Patienten. Durch die Erfindung der Antibiotika wurde die medizinische Nutzung dann eher selten. Zuletzt allerdings wiesen einige Studien wieder auf die Nützlichkeit des Metalls hin. So gibt es Anzeichen, dass Silber die Wirksamkeit von Antibiotika steigert und bei der Wundbehandlung Infektionen verhindern kann.

Via: DigitalJournal

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