Die Brauerei Constellation Brands ist auf dem deutschen Markt vor allem mit der Marke Corona vertreten. Insgesamt setzt das Unternehmen mit Bier, Wein und Spirituosen mehr als sieben Milliarden US-Dollar im Jahr um. Doch der Riesenkonzern hat mit einem auch hierzulande bekannten Problem zu kämpfen: Die Menschen trinken schlicht weniger Bier als in der Vergangenheit. Während die deutschen Brauereien auf diesen Trend mit neu kreierten Mischgetränken reagieren, rückt in Nordamerika vor allem eine Zutat in den Fokus: Cannabis. So hat Constellation Brands nun bekannt gegeben, für vier Milliarden Dollar zusätzliche Anteile an dem Marihuna-Produzenten Canopy Growth zu erwerben. Schon vor knapp einem Jahr hatte der Konzern rund zehn Prozent der Aktien aufgekauft.


Bild: Bokske [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons

Neue Getränke mit THC sollen auf den Markt kommen

Dies erwies sich als gutes Investment, denn der Kurs hat sich seitdem mehr als verdoppelt. Zukünftig soll es sich aber nicht nur um eine reine Finanzinvestition handeln, sondern es sollen gemeinsam auch Produkte entwickelt werden. So ist geplant, ein Getränk mit dem Wirkstoff THC auf den Markt zu bringen. Auch heute gibt es schon Cannabis-Bier zu kaufen – etwa auf der Grünen Woche in Berlin. Dabei kommen aber ausschließlich männliche Hanf-Pflanzen zum Einsatz. Eine berauschende Wirkung hat daher lediglich der Alkohol. Bei dem neuen Produkt von Constellation Brands und Canopy Growth wird dies hingegen anders sein. Hier soll bewusst Tetrahydrocannabinol genutzt werden. Diesem Wirkstoff wird der Hauptteil der berauschenden Wirkung der weiblichen Hanf-Pflanze zugeschrieben.

In Deutschland ist der private Konsum noch nicht legalisiert

Verkauft werden kann das neue Getränk damit aber natürlich auch nur in Ländern, die Cannabis bereits legalisiert haben. Dazu gehört seit einigen Wochen auch Kanada – wo Canopy Growth seinen Sitz hat. In den Vereinigten Staaten haben sich bisher hingegen nur einige Bundesstaaten zu diesem Schritt entschlossen. Die Zentralregierung unter Präsident Donald Trump plant hingegen aktuell keine Liberalisierung in diesem Bereich. Noch einmal anders ist die Situation in Deutschland. Hierzulande wurde bisher nur die medizinische Nutzung legalisiert, während der private Konsum auch weiterhin verboten ist. Dies dürfte auch der Grund sein, weshalb die deutschen Brauereien beim Thema Cannabis bisher eher zurückhaltend sind. Auch sie benötigen aber dringend eine Trendumkehr: Seit 1991 ist der Pro-Kopf-Konsum von Bier hierzulande um 35 Liter gesunken.


Via: Orange

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