Oliver Rokitta führte im Süden Deutschland ein glückliches Leben als Topfverkäufer. Eine Sache aber ärgerte ihn: Rostflecken an seinem Geschirr aus der Spülmaschine. Die Besonderheit: Anstatt lange über das Thema zu lamentieren, entwickelte Rokitta lieber eine Lösung. „Rokittas Rostschreck“ ist ein kleiner Stift, der mit in die Maschine gegeben wird und die Entstehung von Rost verhindert. Mit der praktischen kleinen Erfindung machte sich der junge Unternehmer schließlich auf in die Höhle der Löwen – und traf dort auf genau den richtigen Investor. Denn Ralf Dümmel hat sich auf vergleichsweise preiswerte Produkte konzentriert, die aber für den Konsumenten dennoch einen konkreten Nutzen mit sich bringen. Für 35 Prozent der Anteile zahlte der Verkaufsprofi schließlich 100.000 Euro – und warf anschließend die Vertriebsmaschine an.


Foto: MG RTL D / Frank Hempel

Nun steht der Sprung in die Vereinigten Staaten an

Zwischenzeitlich war das Produkt sogar bei Aldi Süd erhältlich und wurde dort innerhalb von wenigen Stunden mehr als 100.000 Mal verkauft. Eine beachtliche Zahl – zumal es sich nicht um einen einzelnen Verkaufserfolg handelt. Denn insgesamt wurden bisher schon mehr als 1,3 Millionen Packungen des praktischen Stifts verkauft. Der Rostschreck ist damit das zweite DHDL-Millionenprodukt nach der Abfluss-Fee. Dümmel und Rokitta haben für die Zukunft aber noch größere Pläne. So steht nun die Expansion in die Vereinigten Staaten an. Dort wird das Produkt „Rust Be Gone“ heißen und soll vor allem durch einen bereits fertig produzierten Fernsehspot bekannt gemacht werden. In einigen europäischen Ländern – etwa Frankreich, Italien und Rumänien – ist der Roststift zudem bereits erfolgreich.

Einige DHDL-Startups sind in die Pleite gerutscht

Allerdings erweisen sich nicht alle Produkte aus der Höhle der Löwen im Nachhinein auch als Verkaufsschlager. Dümmel selbst musste dies beim Pannenfächer erfahren, der noch immer wie Blei in den Regalen liegt. Einige Startups rutschten inzwischen sogar trotz eines Löwen-Investments in die Pleite. So etwa der Popcornloop, an dem Judith Williams und Georg Kofler beteiligt waren. Auch der Zahlungsdienstleister lendstar konnte zwar Jochen Schweitzer von einem Investment überzeugen, aber kein nachhaltiges Geschäftsmodell entwickeln. Beispiele wie Rokittas Rostschreck zeigen aber, dass die Sendung für einige Startups tatsächlich einen erheblichen Mehrwert bieten kann. So laufen etwa auch Little Lunch und Lizza, in die jeweils Frank Thelen investiert hat, sehr erfolgreich.


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1 Kommentar

  1. Nadin Rokitta

    17. September 2018 at 20:11

    Der junge Unternehmer kommt aus Stuttgart, war dort Fachsortimentskraft für einen führenden Topf und Besteckhersteller und ist auf Grund des Erfolges in den Norden gezogen. Gute Recherche ist alles.

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