In den vergangenen Monaten ist viel darüber spekuliert worden, weshalb die Produktionszahlen des Tesla Model 3 teilweise weit hinter den Erwartungen zurückblieben. Nun hat sich jemand zu Wort gemeldet, der es eigentlich wissen muss: Tesla-Boss Elon Musk. Seine Erklärung für die Verzögerungen ist so simpel wie erstaunlich. Demnach haben zu viele Roboter und automatisierte Systeme für zu komplexe Verhältnisse gesorgt. Dadurch kam es immer wieder zu einem Stopp der Produktion. Bereits vor einiger Zeit war daher berichtet worden, dass ein Teil der Autos größtenteils per Hand zusammengebaut werden musste. Ein Beispiel nannte der Manager auch: Ein komplexes Netzwerk von Laufbändern funktionierte nie wie geplant – und wurde daher nun komplett entfernt.


Elon Musk - Super-Unternehmer will selbststaendig fahrende Autos binnen 3 Jahren bauen
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Die erhofften Vorteile stellten sich nicht ein

Einen Schuldigen für die Misere präsentierte Musk auch gleich. Auf Twitter schrieb er, die zu starke Automatisierung sei ein Fehler gewesen und präzisierte: „Um genau zu sein, mein Fehler“. Noch vor gar nicht langer Zeit hatte Musk nämlich von den Vorteilen einer weitgehend automatisierten Produktion geschwärmt. Er setzte daher unter anderem die Übernahme des deutschen Anlagebauers Grohmann Engineering durch – und einigte sich mit der IG Metall auf deutliche Lohnerhöhungen. Inzwischen aber räumt der Unternehmer ein: „Menschen werden unterschätzt“. Für einige Mitarbeiter kam diese Einsicht aber wohl zu spät: Noch vor wenigen Monaten feuerte der Konzern hunderte Angestellte wegen „schlechter Leistungen“. Diese wird es kaum trösten, dass nun auch zahlreiche Roboter aus der Tesla-Fabrik wieder entfernt wurden.

Im zweiten Halbjahr will der Konzern Gewinne machen

Gleichzeitig räumte Musk auch noch eine zweite Fehlentscheidung ein. Demnach wurden zu viele neue Technologien auf einmal in das Model 3 integriert. Besser wäre hingegen eine zeitlich verschobene Einführung gewesen. Auf der anderen Seite hatte der Unternehmer aber auch gute Nachrichten zu verkünden: Er kündigte für das zweite Halbjahr den Sprung in die Gewinnzone an. Mehr noch: Es soll sich nicht um reine Buchgewinne handeln, sondern der Konzern will tatsächlich mehr Geld einnehmen als ausgeben. Zuvor war berichtet worden, Tesla benötige noch in diesem Jahr frisches Kapital. Dies verneinte Musk nun und will die benötigten Mittel offensichtlich aus dem eigenen Geschäft generieren. Analysten und Investoren dürften gespannt beobachten, ob sich die Ankündigung von Musk tatsächlich bewahrheitet.

Via: Gizmodo


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