Drohnenrennen erfreuen sich weltweit einer immer größeren Beliebtheit. Organisiert wird ein Teil dieser Veranstaltungen im Rahmen der „Drone Racing League“. Normalerweise werden die Drohnen dabei während der Rennen von menschlichen Piloten gesteuert. Zwingend notwendig ist dies allerdings nicht. Dies beweist ein in diesem Jahr neu etabliertes Format: Bei vier Stationen der „Drone Racing League“ kam es auch zu Rennen zwischen autonom gesteuerten Drohnen. Insgesamt neun Teams hatten dafür jeweils einen eigenen Algorithmus entwickelt. Am Ende erwies sich die Mannschaft MAVLab von der TU Delft als am erfolgreichsten und sicherte sich das Preisgeld in Höhe von einer Million Dollar. Zum Abschluss kam es schließlich noch zum großen Duell Mensch gegen Computer.


Bild: Drone Racing League

Der Algorithmus wird jetzt weiterentwickelt

Denn im Rahmen der finalen Veranstaltung in Austin im US-Bundesstaat Texas trat die autonome Siegerdrohne im direkten Duell gegen Gabriel Kocher an. Dieser ist auch unter dem Namen „Gab707“ bekannt und gehört zu den besten Drohnenpiloten der Welt. Dies stellte er auch diesmal wieder unter Beweis: Die von ihm gesteuerte Drohne absolvierte den Kurs rund fünf Sekunden schneller als die von einem Algorithmus gelenkte Konkurrenz. Unklar ist allerdings wie lange der menschliche Vorsprung auf diesem Gebiet anhalten wird. Denn das Team von der TU Delft hat bereits angekündigt, den Algorithmus weiter entwickeln zu wollen und im nächsten Jahr mit einer besseren Version zurückzukehren. Immerhin steckt die Forschung in diesem Bereich noch in den Kinderschuhen.

Die Branche insgesamt könnte profitieren

Bei zahlreichen anderen Sportarten – etwa Schach, Go oder Poker – ist die künstliche Intelligenz dem Menschen bereits deutlich überlegen. Die Entwicklung von möglichst schnellen und leistungsfähigen autonomen Drohnen ist allerdings nicht nur für den Wettkampf von Bedeutung. Vielmehr kann die dahinter stehende Technologie im Idealfall auch in vielen anderen Bereichen zum Einsatz kommen – etwa um bei Naturkatastrophen schnelle Hilfslieferungen zu organisieren. In anderen Bereichen wurde der Wissenstransfer vom sportlichen Wettkampf in die Entwicklungsabteilungen der Unternehmen bereits belegt. So nutzen Ingenieure bei der Weiterentwicklung von Elektroautos beispielsweise die Erfahrungen aus der Formel E.


Via: New Atlas

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