Ein platter Reifen ist ärgerlich. Nicht nur für Fahrradfahrer, sondern insbesondere auch für Autofahrer. Das Reifenwechseln kostet Zeit, und im schlimmsten Fall steht man sogar ohne Reservereifen da und muss sich an einen Pannendienst wenden. Mit dem Reifen Vision hat der Reifenhersteller Michelin nun einen Reifen vorgestellt, der Schluss mit dem lästigen Platten machen soll. Er kommt aus dem 3D-Drucker und enthält keine Luft – weshalb er logischerweise auch keine Luft verlieren kann.


Michelin Vision ist biologisch abbaubar und vernetzt

Das Geheimnis von Michelins Vision ist eine alveolare Struktur, die der menschlichen Lunge nachgebildet ist. Das Innere des Reifens ist damit fest, die äußeren Schichten sind dagegen flexibler. Der Aufbau verhindert Blowouts und platte Reifen. Der Vision ist aus organischem, biologisch abbaubaren Material und wird mit Hilfe von 3D-Druck-Technologie hergestellt. Am Ende seiner Lebensdauer kann der Reifen schnell und einfach recycelt werden.


Dank der 3D-Druck-Technologie kann der Vision an jedes beliebige Fahrzeug individuell angepasst werden. Michelin gelang es außerdem, bei der Herstellung nur minimale Mengen Gummi zu nutzen und so einen besonders nachhaltigen Reifen herzustellen. Integrierte Sensoren messen den Zustand des Reifens – es wäre sogar ein System denkbar, das auf Wunsch des Fahrers bei entsprechender Abnutzung neue Reifen bestellt.

Verbesserte Sicherheit für Autofahrer

Der Michelin Vision soll nicht nur das Leben von Autofahren erleichtern, sondern auch für mehr Sicherheit sorgen. Dafür trägt zuallererst einmal die Tatsache bei, dass platzende Reifen der Vergangenheit angehören würden. Und wem bei Tempo 150 auf der Autobahn schon ein Mal ein Reifen geplatzt ist, der dürfte verstehen, was für ein Fortschritt das wäre. Ein weiterer Sicherheitsaspekt dürfte durch die kontinuierliche Sensorüberwachung gegeben sein.

Es handelt sich bisher jedoch lediglich um ein Konzept. Wann der Vision in Serie gehen wird, ist noch nicht bekannt – Michelin aber glaubt, dass der Vision schon bald Realität werden könnte.

via Yanko Design

Bilder: Michelin

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3 Kommentare

  1. tinu

    20. Juni 2017 at 20:27

    fahre seit vielen jahren privat als auch beruflich… mehrere 100’000 km jährlich. noch nie einen platten gehabt und selbst wenn. wenn das 1-2x im leben vor kommt kann ich gut damit leben. daher ist meine meinung zu dem „produkt“: verschwendung von resourcen und höchstens als marketing sinnvoll.

  2. Alexander Trisko

    21. Juni 2017 at 00:18

    Könntest du auch damit leben, wenn es dir auf der Autobahn den Reifen zerreißt? Das passiert – nicht oft, aber es passiert.

  3. werner

    21. Juni 2017 at 22:18

    Reifenplatzer auf der Autobahn – schon gehabt, aber glimpflich ausgegangen. Aber die wievielte Studie zu „luftfreien“ Reifen ist das eigentlich? Und die wievielte praktisch umgesetzte? Es wäre langsam mal Zeit, so ein Ding erschwinglich, langlebig und vor allem kommerziell erfolgreich zu machen.

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