Obdachlosigkeit ist in großen Städten zunehmend ein Problem. Auch San Francisco bildet diesbezüglich keine Ausnahme. Eine örtliche Firma namens Panoramic Interests hat eine Art Tiny Apartment namens MicroPAD (Prefabricated Affordable Dwelling) konstruiert, das zu Einheiten gestapelt werden kann und eine Möglichkeit schaffen soll, Obdachlosen eine alternative Unterkunft anbieten zu können. Mit 14 Quadratmetern sind die Tiny Apartments wirklich sehr klein, aber sie enthalten sowohl eine Kochnische als auch ein Badezimmer.


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Bis zu 12 Stockwerke hoch stapelbar

Die MicroPAD-Einheiten können aufeinander gestapelt werden und dabei eine Höhe von bis zu 12 Stockwerken erreichen, je nach Aufstellort. Im Idealfall sollten sie in den Baulücken zwischen großen Gebäuden aufgestellt werden, die für die Stadtplaner und Architekten als Baugrundstück oft unattraktiv sind. So ließen sich Kosten sparen und die ungenutzten Grundstücke würden einem sinnvollen Nutzen zugeführt. Die MicroPAD-Einheiten können auch auf existierenden Gebäuden wie Parkhäusern oder ähnlichem aufgestellt werden.


Mit 2,7 Metern bieten die Tiny Apartments eine großzügige Deckenhöhe, während der Innenraum effizient genutzt wird. Das Badezimmer verfügt über eine Dusche und eine Toilette, das Bett lässt sich in eine Couch umwandeln und es gibt sogar Platz für einen kleinen Schreibtisch. Ausreichend Stauraum steht ebenfalls zur Verfügung. Bei Bedarf kann das Layout des Apartments behindertengerecht gestaltet werden.

Kampf gegen die Obdachlosigkeit

Panoramic Interest möchte bald ein Testprojekt mit den MicroPADs in San Francisco starten. Sollte dieses positiv verlaufen, sollen die kleinen Apartments künftig in einer Fabrik produziert und vor Ort zusammengebaut werden. Die aufgebauten MicroPADs sollen dann an die Stadt vermietet werden. Die Miete soll dabei etwa 1000 Euro im Monat und pro Einheit betragen.

Nach Angaben der Firma übertreffen die MicroPADs die Anforderungen der Stadt San Francisco an die Erdbebensicherheit von Gebäuden und sind bis zu 50 Prozent schneller aufgestellt als vergleichbare, nicht vorgefertigte Projekte. Außerdem sollen die Kosten etwa 40 Prozent unter denen von konventionellen Projekten liegen.

Die von Panoramic Interest bereitgestellten Bilder zeigen ein MicroPAD auf einem Trailer. Dies dient allerdings lediglich dazu, den Prototyp zu Demonstrationszwecken besser transportierbar zu machen.

via New Atlas

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