Aktuell läuft in San Francisco die Microsoft Entwicklerkonferenz BUILD. Traditionell nutzt das Unternehmen diese Gelegenheit dabei, um technische Innovationen oder neue Visionen vorzustellen. In diesem Jahr dabei im Fokus: Chatbots, die mit künstlicher Intelligenz ausgestattet sind und so mit dem Nutzer interagieren können. Microsoft-Boss Satya Nadella ist sich dabei sicher, dass in diesem Bereich die nächste große Revolution der Computersteuerung liegt. Er vergleicht die Chatbots dabei bereits mit der Einführung von Webbrowsern und Touchscreens, die ebenfalls für eine ganz neue Art der Bedienung sorgten. Langfristiges Ziel dabei: Der Mensch soll sich mit dem Computer so unterhalten können wie er dies auch mit einem Mitmenschen tun würde.


Der Chatbot Tay erwies sich als noch unausgereift

Bei der Buchung eines Fluges müsste er also keine Daten mehr in die Suchmaske einer Airline eintippen, sondern könnte dies im Gespräch mit dem Computer erledigen. Für den Nutzer verliefe der Buchungsvorgang dabei so ähnlich wie heute bei einer Buchungshotline. Das Prinzip lässt sich aber auch auf zahlreiche weitere Bereiche übertragen: So können auf diese Weise natürlich auch Nachrichten verschickt oder Informationen erfragt werden. Zuletzt musste Microsoft auf dem Gebiet der Chatbots aber einen Rückschlag hinnehmen. Der vermeintlich intelligente Chatbot Tay entwickelte sich durch die Interaktion mit den Internetnutzern zu einem Rassisten und postulierte die Überlegenheit der weißen Rasse.


Sprache ist eine intuitive Form der Kommunikation

Menschliche Mitarbeiter von Microsoft mussten eingreifen, die schlimmsten Tweets löschen und ein Upgrade installieren. Schuld an der Entwicklung war die künstliche Intelligenz, die versuchte von den Interaktionsformen der Gesprächspartner zu lernen und so auf die schiefe Bahn geriet. Microsoft-Chef Nadella ist sich allerdings sicher, solche Kinderkrankheiten schon bald überwunden zu haben. Sein Ziel ist es dabei, eine Kommunikationsplattform zu entwickeln, die von jedem intuitiv genutzt werden kann. So könnten vor allem ältere und wenig technikaffine Personen von den neuen Interaktionsmöglichkeiten profitieren. Auf der Entwicklerkonferenz wurde daher nun die Plattform „Microsoft Bot Framework“ präsentiert, die als Grundlage für weitere Entwicklungsschritte dienen soll.

Via: Business Insider

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