Die Mikroplastik-Problematik rückt immer weiter in den Fokus der Öffentlichkeit. Plastikabfälle, die in die Weltmeere gelangen, können in winzig kleine Teile zerfallen, die dann von Meeresbewohnern aufgenommen werden. Erst kürzlich gelang der Nachweis, dass die kleinen Plastikteile auch in der Nahrungskette nach oben wandern können, indem kleinere Tiere von größeren gefressen werden. Eine neue Studie legt nun nahe, dass auch große Teile des Trinkwassers aus Flaschen mit Mikroplastik verunreinigt sein könnten.


Nur 17 saubere Flaschen unter 259

In der Studie testeten Forscher der State University of New York 259 Flaschen Wasser von verschiedenen Marken aus neun verschiedenen Ländern. In 90 Prozent der Proben gelang ihnen der Nachweis von Mikroplastik. Einige der getesteten Flaschen enthielten doppelt so viele Plastikteile wie vorher entnommene Leitungswasserproben.


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Zuletzt aktualisiert am 20.09.2018

Die Forscher verwendeten den Farbstoff Nilrot, um die kleinen Plastikteile nachzuweisen. Bisher wurde die Studie noch nicht in einer Zeitschrift mit Peer-Review veröffentlicht, aber Dr. Andrew Mayes von University of East Anglia, der die Nachweismethode entwickelt hat, geht davon aus, dass die Methodik der Studie sauber ist und unter ähnlichen Bedingungen durchgeführt wurde, die auch in seinem Labor herrschen.

Folgende Marken wurden von den Forschern untersucht:

Aqua (Danone)Aquafina (PepsiCo)Bisleri (Bisleri International)Dasani (Coca-Cola)
Epura (PepsiCo)Evian (Danone)Gerolsteiner (Gerolsteiner Brunnen)Minalba (Grupo Edson Queiroz)
Nestlé Pure Life (Nestlé)San Pellegrino (Nestlé)Wahaha (Hangzhou Wahaha Group)

Von 259 getesteten Flaschen waren nur 17 frei von Mikroplastik. Die restlichen enthielten Spuren diverser Kunststoffe. Ein Sprecher von Nestlé zweifelte gegenüber CBC News die Nachweismethode mit Nilrot an.

Wie genau sich Mikroplastik auf den menschlichen Organismus auswirkt, ist noch nicht ausreichend erforscht. Die National Institutes of Health schrieben jedoch 2017 in einem Bericht: „If inhaled or ingested, microplastics may accumulate and exert localized particle toxicity by inducing or enhancing an immune response. Chemical toxicity could occur due to the localized leaching of component monomers, endogenous additives, and adsorbed environmental pollutants. Chronic exposure is anticipated to be of greater concern due to the accumulative effect that could occur.

via Orb Media Report

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