Das Head-up-Display in der Windschutzscheibe hat bei Mini gerade Premiere gefeiert, und schon stellt die BMW-Tochter eine neue Technik vor, die die Datenanzeige in der Windschutzscheibe ablösen soll. In Zukunft werden Mini-Fahrer durch eine spezielle digitale Brille beim Autofahren unterstützt.


Head up Brille Mini
Foto: Mini

Ein Prototyp der intelligenten Brille stellte Mini auf der Automesse in Shanghai vor. Die spezielle Augmented-Reality-Brille soll die Information direkt vor die Augen des Fahrers projizieren. Zu den angezeigten Daten gehört die aktuelle Geschwindigkeit, das momentan gültige Tempolimit sowie die Anweisungen des eingebauten Navigationssystems. Außerdem können Bilder einer Außenspiegelkamera beim Einparken übertragen werden. Als kleines (und hoffentlich nur bei Stillstand des Wagens aktiviertes) Gimmick zeigt die Brille in einer Art “Röntgenmodus” beim Blick auf bestimmte Fahrzeugteile deren Innenleben an.

Wann das neue System verfügbar ist, ist bisher unbekannt. Die Konkurrenz von Mercedes, Hyundai und Tesla kündigte bereits an, Googles Datenbrille Google Glass in ähnlicher Art und Weise in ihre Fahrzeuge integrieren zu wollen. Allerdings stellen sich dem rechtliche Probleme entgegen. In Deutschland ist bisher ungeklärt, ob die Straßenverkehrsordnung das Tragen von Datenbrillen gestattet. In Großbritannien ist ein Gesetz geplant, das ihren Einsatz verbietet, und auch in den USA ist ihr Einsatz nicht unumstritten. Augmented-Reality-Brillen seien wegen ihres Ablenkungspotentials eine Gefahr um Straßenverkehr, heißt es. Aus diesem Grund hat Mini in der Datenbrille beispielsweise einen SMS-Alarm integriert, auf die Anzeige der eingegangenen Nachricht während der Fahrt jedoch verzichtet.


Laut ADAC ist die im Auto verbaute Technik und die Ablenkung durch dieselbe in Deutschland die achthäufigste Unfallursache. Jedoch lässt sich argumentieren, dass ein Blick auf das Display des Bordcomputers mehr ablenkt als Daten, die unauffällig direkt im Gesichtsfeld eingeblendet werden. Aus diesem Winkel heraus betrachtet, wäre ein Verbot der Datenbrille der Sicherheit also eher abträglich.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.