In fast jeder Stadt dürfte gelten: Die Pizza im italienischen Restaurant um die Ecke schmeckt deutlich besser als die Alternative aus dem Supermarkt. Doch nicht immer ist ausreichend Zeit und Geld vorhanden, um den örtlichen Italiener zu besuchen. Oftmals wird daher doch zur Pizza aus der Kühltheke im Supermarkt gegriffen. Dies gilt auch für die beiden Freunde Luigi Stella und Taner Gecer. Doch wie dies oft bei Unternehmensgründern der Fall ist, wollten sie sich mit diesem Zustand einfach nicht abfinden. Sie entwickelten daher spezielle Gewürz-Öle, die einfach auf die Tiefkühlpizza getröpfelt werden. Das Versprechen: Anschließend schmeckt jede Fertigpizza als käme sie direkt aus dem Ofen eines italienischen Restaurants.


Auch Pasta, Fleisch und Fisch lassen sich veredeln

Das Motto von MIOOLIO lautet dann auch folgerichtig: „Pimp your Pizza“. Idealerweise sollen die Gewürz-Öle später einmal in allen großen Supermarktketten zu kaufen sein. Die Kunden könnten dann neben der Tiefkühlpizza auch gleich noch das praktische Upgrade mit einpacken. Die beiden Gründer setzen zudem noch auf eine weitere Besonderheit: Die Gewürz-Öle kommen komplett ohne Zusatz- und Konservierungsstoffe aus. Die Tiefkühlpizza ist allerdings nur eine mögliche Anwendung von MIOOLIO: Auch Fisch, Nudeln und Fleisch lassen sich so auf einfache Art und Weise veredeln. Auf der Webseite des Unternehmens sind daher zahlreiche leckere Rezepte zu finden, bei denen die Gewürzöle aus Knoblauch und Chili-Öl eine wichtige Rolle spielen.

MIOOLIO will in die Regale der Supermärkte

In „Die Höhle der Löwen“ wagen sich die beiden Gründer aus Düsseldorf nun, um zusätzliches Kapital zu generieren. Benötigt wird das Geld, um neue Produktionsmaschinen kaufen zu können. Nur durch diese Investition wäre es möglich, die Gewürz-Öle in großer Stückzahl zu produzieren. Dies aber ist Voraussetzung um von den großen Einzelhandelsketten gelistet zu werden. Auch in diesem Punkt könnten die Löwen deutlich weiter helfen: Bisher ist das Produkt nur auf der Webseite des Unternehmens zu kaufen. Dies ist zwar gut für die Marge, verhindert in der Regel aber die ganz großen Umsatzzahlen. Die Löwen wiederum haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie in der Lage sind, Produkte großflächig zu vermarkten.


Die Unternehmensbewertung liegt bei 200.000 Euro

Anders als viele andere Teilnehmer in „Die Höhle der Löwen“ geht MIOOLIO daher auch mit einer eher niedrigen Bewertung in den Pitch: Für 15 Prozent der Firmenanteile bitten die beiden Gründer um 30.000 Euro. In der letzten Staffel hatten Frank Thelen und Carsten Maschmeyer bereits in ein Pizza-Produkt investiert: Das Startup Lizza vertreibt Pizzen aus Leinsamen-Teig, die so gut wie keine Kohlenhydrate enthalten. Es bleibt aber abzuwarten, ob die beiden Löwen MIOOLIO als gelungene Ergänzung ihres Portfolios im Food-Bereich ansehen. Mit Judith Williams sitzt ansonsten auch noch eine weitere Investorin in der Runde, die mit der Fertigsuppe Little Lunch bereits im Nahrungsmittelbereich aktiv ist.

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1 Kommentar

  1. Dominik

    9. Oktober 2017 at 14:38

    Ich persönlich denke, gefrorene Pizza wird nie so gut wie frische Pizzas, jede Würze, die Sie auf sie setzen. Ich bleibe bei meiner Gewohnheit, Pizza von [Link von der Redaktion entfernt] zu bestellen und dann nach Hause zu bringen.

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