Der Mars ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der erste Planet außerhalb der Erde, auf den die Menschheit ihren Fuß setzen wird. Bis es allerdings soweit ist, müssen noch einige Probleme gelöst werden. Eines dieser Probleme ist die Reisezeit. Die NASA schätzt die Dauer einer derartigen Mission momentan auf etwa acht Monate. Eine solch lange Reise durch das All birgt Risiken. Die US-Raumfahrtbehörde will deshalb die Reisezeit halbieren.


Mars
Foto: Mars, Moyan Brenn, Flickr, CC BY-SA 2.0

Kürzere Reisedauer minimiert Risiken

Die Reisedauer bringt eine Vielzahl von Risiken mit sich. So könnten die Astronauten gesundheitliche Schäden davontragen, weil sie über längere Zeit kosmischer Hintergrundstrahlung ausgesetzt wären und nicht über den Schutz einer Atmosphäre verfügen. Außerdem führt längerer Aufenthalt in der Schwerelosigkeit generell zu Gesundheitsrisiken bei Menschen, da wir in einer Umgebung mit Schwerelosigkeit aufwachsen. Mögliche Folgen eines Aufenthalts in der Schwerelosigkeit sind Verlängerungen der Wirbelsäule, Muskelatrophie und visuelle Orientierungslosigkeit. Diese Effekte treten auch bei der Besatzung der ISS auf und könnten bei der Marsmission mit einer möglichst kurzen Reisedauer minimiert werden.

Ein weiterer Vorteil der kürzeren Reisedauer wäre die Tatsache, dass demzufolge auch weniger Vorräte nötig wären, was aufgrund der geringeren Masse auch die benötigte Treibstoffmenge reduzieren würde.


NASA will die Antriebstechnologie verbessern

Wenn man Theorien und Technologien, die eher in Science Fiction Bücher gehören, außer Acht lässt, dann gibt es nur eine Möglichkeit, um die Reisedauer zum Mars zu verkürzen: Die Antriebstechnologie muss verbessert werden. Genau das möchte die NASA erreichen. Daran arbeitet unter anderem die Firma Aerojet Rocketdyne unter ihrem CEO Scott Seymour. Das Unternehmen möchte ein solarelektrisches Antriebssystem konstruieren. Momentan wartet die Technologie mit einer Leistung von 5 Kilowatt auf.

We’re now trying to get to higher power levels; that’s the next step. Fifteen kilowatts would be the next step, and then to cluster them together … then, in the long term, 50 to 100 kilowatts“, so Seymour.

The limiting power of this type of propulsion has been the power to drive it. Aerojet Rocketdyne has partnered with different entities around the country in looking [at] how to get more energy density onto a solar cell. The more power we can get, the larger we can make the engine and its capability“, erklärt Charlie Bolden von der NASA.

Unterm Strich möchte die NASA ihr Ziel mit purer Kraft erreichen. Eine erhöhte Leistung resultiert in höherer Geschwindigkeit und damit auch kürzerer Reisedauer.

Solarenergie im All

Ein auf Solarenergie basierender Antrieb (natürlich brauch auch das System von Aerojet Rocketdyne noch Treibstoff) hat viele Vorteile. Solarenergie ist im All rund um die Uhr verfügbar, und die Laufzeit des Antriebs kann bei erhöhter Leistung so deutlich verlängert werden.

Bolden unterstreicht, dass es das Ziel sei, Menschen schneller durch das All zu befördern. “You’ve got to be specific. If I say I want game-changing in-space propulsion, everyone will go back to [the idea of] moving cargo. I want industry to focus on getting people to move really fast. I think we can do far better than we are doing today, but we’ve got to show our commitment by putting some money into it”, erklärt er.

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