Dass unsere Meere immer mehr Plastikmüll zu verkraften haben, ist unstrittig – ganz zu schweigen von den weitreichenden Folgen für Natur und Mensch. Die Initiative »4Ocean« hat sich nun ein Konzept einfallen lassen, Reinigungsaktionen zu finanzieren und durchzuführen.


Was im Kleinen anfängt, kann mal etwas ganz Großes werden

Natürlich sieht es erst einmal nach nichts besonders Großem aus, wenn ein blau-weißer Firmenwagen anrückt und ein paar Leute aussteigen, um den Strand zu reinigen. Doch was im Kleinen anfängt, kann auch mal etwas ganz Großes werden! Das Startup 4Ocean verkauft zunächst einmal Armbänder aus zu 100 % recycletem Material, um von dem Erlös solche und andere Reinigungsaktionen zu bezahlen. Jedes Unisex-Armband besitzt Perlen aus ehemaligen Glasflaschen und die Kordel besteht aus Ex-Plastikflaschen. Der Preis liegt bei 20 Dollar, von diesem GEld, so 4Ocean, lässt sich 1 Pfund Müll aus dem Meer oder vom Strand entfernen. Rein logistisch ist es bislang noch nicht möglich, die Schmuckstücke direkt aus dem von 4Ocean eingesammelten Müll zu produzieren, darum halten andere Abfälle dafür her. Vielleicht, wenn das Projekt einmal richtig groß wird, lässt sich auch diese Kette schließen: Wer weiß das schon?


Hier stellt sich 4Ocean selbst vor

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Fahrzeuge und gesamte Ausrüstung aus Armbandverkauf finanziert

Die durchgeführten Strandreinigungsaktionen gelten als effektive Vorbeugungsmaßnahme, damit der Müll gar nicht erst ins Meer gelangt. Allerdings besitzt 4Ocean auch Boote, die zum Abfallfischen in See stechen: Die Fahrzeuge und die gesamte Ausrüstung werden aus dem Armbandverkauf finanziert, so darf sich jeder Träger dieses ungewöhnlichen Schmuckstücks damit brüsten, zur Säuberung der Meere beigetragen zu haben. Natürlich sieht es zuerst einmal wie vergebliche Liebesmühe aus, wenn so ein kleiner Kutter auf dem riesigen Meer schwimmt und die Müllnetze auswirft, doch vielleicht werden es einmal ganze Flotten sein – und hinzu kommen viele andere Reinigungsaktionen, die zusammen wirklich etwas bewegen können. Eines ist jedenfalls sicher: Wer gar nicht erst anfängt, der wird auch nichts erreichen.

Quelle: 4ocean.com

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