Bald fahren wir mit Fahrstühlen in den Weltraum
Bald fahren wir mit Fahrstühlen in den Weltraum

Eine völlig abgespacte Idee könnte schon bald Realität werden. Denn das japanische Unternehmen Obayashi Corporation baut an einem Weltraum-Fahrstuhl der dich in windeseile in 20.000 Kilometer Höhe, in den Orbit befördern soll. Ob die japanischen Kollegen, während der Planung des Weltraum-Fahrstuhls, auch die, in dieser Höhe extrem variierenden Wetter Bedingungen, beachtet haben? Mit Obayashi Coperation geht das nächste Unternehmen an den Start, die beim Thema Weltraum-Tourismus, wie auch schon Virgin Galactics, mitreden möchte.


Aufzug in den Weltraum

Die Obayashi Corporation glaubt nicht daran, dass die NASA einen Weltraum-Aufzug schneller bauen kann als die Japaner. So hat das Unternehmen beschlossen, einen eigenen zu bauen. Dieser soll Menschen in eine Weltraumstation in knapp zwanzigtausend Kilometer Höhe befördern und bis 2050 fertig gestellt und eingeweiht werden. Klingt ja erstmal wie eine Fake-News, ist es aber anscheinend garnicht. Denn wir wissen, dass die Obayashi Cooperation angefangen hat einen Weltraumbahnhof auf der Erde und im All zu bauen. Wie auch erste Testsatelliten in den Himmel geschossen. Die beiden Teile Hauptteile auf Erde und im All sollen durch spezielle Kabel miteinander verbunden werden, die insgesamt bis zu 50.000 Kilometer lang wären. Nur fürs Protokoll, der Mond ist nur etwa 200.000 Kilometer entfernt.

„Seide von Spinnen“ als Zugkabel

Das Kabel ist aller Erwartungen hingegen nicht das größte Problem, wenn es um Weltraumlifte geht. Jedoch eines der Wichtigsten. Obayashi sagt, dass die Stränge aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen bestehen werden, die aus gentechnisch veränderten Spinnenseide gefertigt werden: Ja, das Material besteht tatsächlich, und ja, es könnte stark genug sein, um einen Weltraum-Lift in den Orbit zu befördern.


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Reisekomfort und Dauer

Um von der Erde zum Terminal im Weltraum zu kommen, sitzen 30 Passagiere in einer Kabine die mit 125 Stundenkilometern Richtung Weltraum gezogen wird. Klingt schnell, aber die Reise würde immer noch fast acht Tage dauern. Das Terminal selbst würde Wohnquartiere und Laboratorien beherbergen.

Quelle

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7 Kommentare

  1. Tommi

    23. Februar 2012 at 18:57

    Aber wie macht man das mit dem Kabel? Dreht sich dann der Weltraumbahnhof immer mit? Sonst würde das Kabel ja um die Erde gewickelt. 😀

  2. Heiner

    24. Februar 2012 at 07:53

    Stationäre Umlaufbahn -> Dreht sich mit der Erde…

  3. Tad

    28. Februar 2012 at 22:36

    Also ich hab letztens erst ein Buch gelesen wo es genau darum ging:
    Frank Schätzing – Limit

    http://de.wikipedia.org/wiki/Limit_%28Roman%29

    Gut es ist im Jahr 2025, aber ansonsten alles gleich…geostationäre Umlaufbahn, Kohlenstoff-Nano-Röhrchen, selbst der Wettlauf USA vs. China (nicht Japan), nur dass die USA gewonnen haben…dummer Zufall, Fake-Meldung oder wusste der gute Herr Schätzing mehr? 😛

  4. Thano

    15. Juli 2012 at 21:40

    @Tad: genau genommen gewinnt nicht die USA. Der Weltraumlift gehört nem Privatinvestor, welcher auch die Patente daran hält. 🙂

  5. possum GFX

    14. September 2012 at 02:27

    20000 Kilometer? Bezweifle ich. Bedenkt man dass das Weltall ab etwa 100km Höhe anfängt.

  6. Werner

    14. September 2012 at 15:26

    @possum GFX: kommunikationssatelliten umkreisen die erde auch in so einer entfernung, da nur da die zentripedalkraft des objekts auf der kreisbahn gleich der erdanziehungskraft ist. weiter entfernt würde der lift davon fliegen. näher an der erde würde er abstürzen.

  7. Frank

    17. August 2013 at 15:35

    Zwar bissl spät, aber trotzdem eine notwendige Korrektur:
    Es hat sich ganz offensichtlich ein Übersetzungsfehler eingeschlichen.
    Überall, wo in dem obigen Artikel „Km / Kilometer“ steht, bitte „Meilen“ einetzen – dann stimmts.
    Geostationärer Orbit = 35.786 km über der Erdoberfläche
    Entfernung Erde – Mond ungefähr 384.000 km

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