Ein Auto muss nicht unbedingt ab Werk autonom sein, um sich ohne menschliches Eingreifen im Straßenverkehr fortzubewegen. Zumindest dann nicht, wenn es mit entsprechenden Sensoren und einem Hochleistungsrechner inklusive Software ausgerüstet wird, wie es das Berliner Unternehmen Kopernikus Automotive aktuell entwickelt. Ein VW Golf kurvte bereits mit der neuen Technik herum.


Kopernikus Automotive / Foto: Screenshot aus dem Youtube-Video s.u.

Die Probefahrt mit dem VW nach Wolfsburg ist gelungen

»Kopernikus Automotive« nennt sich die ambitionierte Firma, die ihr fertiges Produkt vielleicht schon dieses Jahr auf den Markt bringt. Seit 2016 basteln die Tüftler bereits an ihrem Konzept und beziehen darin auch die bereits am Auto vorhandenen Sensoren mit ein: die Einparkhilfe und das Abstandsradar. 3000 Euro soll das fertige Produkt kosten, wenn es so weit ist. Die ersten Zulassungen wird es vermutlich in den USA geben, weil in Deutschland die rechtlichen Vorschriften viel komplizierter sind. Der erste Prototyp war der besagte VW Golf, er fuhr 2018 von Ingolstadt bis nach Wolfsburg.

Der Einbau dauert etwa vier bis fünf Stunden

Mit dem Nachrüstsatz sollen Autos den Autonomie-Level 2 erreichen, also von selbst bremsen, beschleunigen und in der Spur bleiben. Der Fahrer muss allerdings wachsam sein, um jederzeit eingreifen zu können. Auf längeren Strecken könnte dies zu mehr Entspannung und wahrscheinlich auch zu einer verbesserten Sicherheit führen. Nutzbar ist das System voraussichtlich für sämtliche PKW, die ab dem Jahr 2015 gebaut wurden. Der Umbau selbst dauert geschätzte vier bis fünf Stunden, ist also keine allzu große Sache.


Das System baut eine Internetverbindung auf und lädt auf diese Weise alle nötigen Updates herunter. So lassen sich rechtzeitig alle aufkommenden Sicherheitslücken schließen und verschiedene ergänzende Apps downloaden. Beispielsweise wäre es von großem Nutzen, für eine Fahrt durch Großbritannien eine Linksverkehr-Software zu installieren.

Hier stellt Kopernikus Automotive sein System vor

Trends der Zukunft berichtete bereits, dass auch der bekannte Hacker George Hotz einen kostengünstigen Bausatz für autonomes Fahren entwickelt hat. Das System lernte mit jeder Fahrt neu dazu, scheiterte aber leider an Sicherheitsproblemen.

Quelle: userplanet.net

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