Rund drei Viertel der in Deutschland heimischen Tiere sind Insekten. Diese übernehmen in der Natur oftmals wichtige Aufgaben – etwa bei der Bestäubung von Pflanzen. Doch seit einigen Jahren schlagen Forscher Alarm: Die Zahl der Insekten sinkt kontinuierlich. Bereits vor einigen Wochen haben wir daher einige Tipps gegeben, wie ihr insbesondere Bienen schützen könnt. Die Bundesregierung wiederum hat nun ein Eckpunktepapier vorgelegt, indem konkrete Maßnahmen festgelegt sind, um das Insektensterben in Deutschland zu reduzieren. Im einzelnen sind dies:


1. Buntere Lebensräume

Statt immer gleiche Monokulturen anzulegen, sollen die Landwirte ermutigt werden, vermehrt auch auf Hecken und bunte Feldränder zu achten. Dadurch sollen zusätzliche Lebensräume für die Insekten geschaffen werden. Neben klassischen Fördermitteln soll dabei vor allem auf entsprechende Wettbewerbe und Modellprojekte gesetzt werden. Privatleute mit Gärten können in diesem Punkt ebenfalls ihren Beitrag leisten, indem auch sie auf eine vielfältige Bepflanzung setzen.

Eine Honigbiene entfernt sich von einer Blüte


2. Weniger Überdüngung

Problematisch in diesem Zusammenhang ist auch die oftmals starke Überdüngung von landwirtschaftlichen Flächen. So kann es passieren, dass das Düngemittel auf benachbarte Flächen abfließt und dort die Vielfalt der Pflanzen zerstört – beziehungsweise das Wachstum bestimmter Pflanzen zu stark befördert. In letzter Konsequenz bedeutet dies weniger Nahrung für die Insekten und einen Rückgang der Population. Das Düngen soll aber keinesfalls komplett abgeschafft werden, sondern lediglich an Effizienz gewinnen.

3. Kampf den Pestiziden

Was gegen Schädlinge hilft, ist für Insekten oftmals eine tödliche Gefahr. Der Einsatz von Pestiziden soll in der Landwirtschaft daher stark reduziert werden. Für das besonders umstrittene Mittel Glyphosat wurden bereits entsprechende Vorschläge unterbreitet. Demnach ist die Nutzung für Privatleute zukünftig beinahe vollständig verboten, während Landwirte mit schärferen Auflagen rechnen müssen. Im Koalitionsvertrag ist zudem das Aus von Glyphosat in Deutschland bis zum Ende der Legislaturperiode vereinbart.

4. Das Thema Lichtverschmutzung

Die Zeiten der finsteren Nächte sind in den meisten Gebieten längst vorbei. Stattdessen ist die Zahl der Lichtquellen so hoch wie nie zuvor in der Geschichte. Für nachtaktive Insekten ist dies ein Problem, weil sie von den zahlreichen Lampen und Lichtern angelockt werden – und so die Orientierung verlieren. Die Bundesregierung will sich daher dafür einsetzen, die Lichtverschmutzung insbesondere in ländlichen Regionen wieder zu reduzieren.

Via: Der Spiegel

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.