Jedesmal wenn Lebensmittel ungenutzt in den Abfallcontainer wandern, ist damit auch eine Verschwendung von wertvollen Ressourcen verbunden. Denn für die Herstellung und den Transport wurden Wasser, Energie und Flächen benötigt. Immer wieder steht daher der Lebensmitteleinzelhandel in der Kritik, weil dort eigentlich noch gute Nahrungsmittel in den Müll wandern. Zur Wahrheit gehört aber auch: Rund die Hälfte der Lebensmittelverschwendung in Deutschland findet in Privathaushalten statt. Oder positiv formuliert: Jeder kann dazu beitragen, das Problem ein klein wenig zu verringern.


Lebensmittelverschwendung
Foto:Weggeworfene Lebensmittel; Urheber Foerster CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

1. Die richtige Planung ist entscheidend!

Wer vor dem Einkauf noch einmal die heimischen Vorräte durchschaut und eine Einkaufsliste anfertigt, vermeidet unnötige Doppelkäufe. Außerdem wird die Gefahr eigentlich gar nicht benötigter Impulskäufe verringert. Ebenfalls sinnvoll ist es, sogenannte Restelisten anzulegen. Dort werden alle Lebensmittel notiert, die nicht vollständig aufgebraucht werden konnten. In der Regel stellt man dann schnell fest, dass bestimmte Sachen dort immer wieder auftauchen. Dann gilt: Die Einkaufsmenge reduzieren.

2. Saisonal und regional ist Trumpf!

Es klingt eigentlich logisch, wird aber noch zu selten beherzigt: Je weiter und länger Lebensmittel transportiert werden müssen, desto größer ist auch die Gefahr von Beschädigungen. Viele Supermärkte weisen inzwischen saisonale und regionale Produkte gesondert aus. Eine andere Möglichkeit ist der Besuch beim örtlichen Bauern oder auf dem lokalen Markt. Dadurch wird nicht nur die Lebensmittelverschwendung reduziert, sondern auch die Belastung für das Klima.


3. Auf die richtige Größe achten!

Großverpackungen bringen in der Regel mehrere Vorteile mit sich. So wird die Menge an Verpackungsmüll verringert und der Einkauf ist günstiger. Dies gilt allerdings nur, wenn anschließend nicht die Hälfte des Inhalts weggeschmissen werden muss. Bei Obst und Gemüse empfiehlt es sich daher, die Produkte lose zu kaufen, um genau die benötigte Menge zu erhalten. Bei anderen Produkten muss ausprobiert werden, ob sich die große Verpackung lohnt oder nicht.

4. Lebensmittel richtig lagern!

Der Kühlschrank stellt eine wichtige Hilfe im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung dar. Sie funktioniert noch besser, wenn die Nahrungsmittel richtig eingelagert werden. Dies bedeutet: Gemüse ins Gemüsefach, Fisch, Fleisch und Milchprodukte nach unten, fertig zubereitetes in die Mitte und Käse sowie Marmelade nach oben. Lang haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Mehl und Zucker sollten am besten dunkel, trocken und gut belüftet gelagert werden.

5. Auf die eigenen Sinne hören!

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist ein großes Problem. Denn viele Menschen entsorgen Lebensmittel, sobald das aufgedruckte Datum überschritten ist. Die meisten Nahrungsmittel können aber auch dann noch gegessen werden. Vertraut daher eurem gesunden Menschenverstand und nehmt die Produkte noch einmal genauer unter die Lupe. In der Regel sieht, riecht oder schmeckt man es, wenn Lebensmittel nicht mehr genießbar sind. Aber Achtung: Bei leicht verderblicher Ware – etwa Hackfleisch oder Geflügel – gibt es ein Verbrauchsdatum, nach dem der Verzehr nicht mehr zu empfehlen ist.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.