Manchmal lässt sich ernsthafte Forschung mit privatem Vergnügen verbinden. So haben Forscher des „Massachusetts Institute of Technologies“ die uralte Frage, wer die nächste Runde Bier aus dem Kühlschrank holen muss, mit Hilfe neuester Technik gelöst. Dazu entwickelten sie zwei Roboter, die im Wesentlichen aussehen wie eine Kühlkiste auf einem automatischen Staubsauger. Der Clou dabei ist allerdings, dass die intelligenten Maschinen mit den Menschen kommunizieren können. So kommen die Roboter beispielsweise in einen Raum und fragen, wer noch ein Bier benötigt. Anschließend nehmen sie die Bestellungen auf und fahren das gewünschte Bier holen.


Die Kneipe dient als Vorbild

Das zentrale Element ist dabei aber nicht die Kommunikation zwischen Mensch und Roboter, sondern innerhalb der einzelnen Roboter. Denn die fahrenden Roboter sind mit einer fest installierten Maschine verbunden. Diese verteilt die einzelnen Bierdosen dann je nach Menge der Bestellungen auf die beiden Transportroboter. Im Wesentlichen läuft die Bestellung also ab wie in einer normalen Kneipe. Ein Kellner, der die Wünsche der Kunden aufnimmt und ein Barkeeper, der die Bestellungen der Besucher abarbeitet. Allerdings kann der Barkeeper momentan nur bereits vorgefertigte Getränke aus dem Schrank holen und ist nicht in der Lage beispielsweise eigene Cocktails zu produzieren.


Einsatz in Wartehallen und Fabriken möglich

Die Forscher hatten aber auch nicht zum Ziel, den perfekten Barkeeper zu erschaffen, sondern wollten ein System entwickeln, bei dem Roboter einfache Wünsche von Kunden verstehen und umsetzen können. So wäre beispielsweise der Einsatz in Wartehallen denkbar. Dort könnten Kunden dann nicht nur Bier bestellen, sondern beispielsweise auch kleine Fertigsnacks oder Softdrinks. Auch in Fabriken in denen beispielsweise immer wieder unterschiedliche Werkzeuge gebraucht werden, wäre ein Einsatz denkbar. Bis die Lieferroboter allerdings die Marktreife erlangen, dürfte noch etwas Zeit vergehen. Bis dahin werden die beteiligten Forscher zumindest regelmäßig mit Bier versorgt.

Via: Popsci

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