Beim so genannten Fracking fallen große Mengen an kontaminiertem Wasser an. Gelangt dieses unbehandelt zurück in die Umwelt, kann dies zu erheblichen Problemen führen. Forscher des „Massachusetts Institute of Technology“ haben nun eine vergleichsweise simple Methode zur Reinigung des Abwassers entwickelt. Eine Elektrobarriere teilt dabei das Wasser in Frisch- und Schmutzwasser. Das Trinkwasser kann dann einfach abfließen. Die zugrundeliegende Technik ist dabei nicht nur bei Frackingwasser nutzbar, sondern kann auch zur Aufbereitung von Salzwasser genutzt werden. Der Vorteil dabei: Das Wasser wird nicht durch eine Membran als Filter geleitet – diese kann also auch nicht verstopfen.


Copyright: MIT
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Elektroimpulse teilen das Wasser in salzig und sauber

Vielmehr wird das Schmutzwasser durch eine durchlässige Schicht von kleinen Glaspartikeln geleitet, die wiederum von zwei Membranen eingeschlossen ist. Werden nun elektronische Impulse hinzugegeben, entstehen zwei Ströme: Einer mit Salzpartikeln und sonstigen Fremdstoffen und einer mit Frischwasser. Steigert man die Stärker der elektrischen Impulse dann auf einen bestimmten Wert, entsteht eine elektronische Barriere. Diese trennt Schmutz- und Frischwasser trennscharf. Am Ende des Prozesses können dann einfach zwei Abflüsse angebracht werden. Aus einem kommt  sofort nutzbares Frischwasser, aus dem anderen hochkonzentriertes Salz- und Schmutzwasser. Die Forscher gehen zudem davon aus, dass die starken Elektroimpulse auch sämtliche Bakterien abtöten.

Erstmals wurde die Methode der Wasseraufbereitung praktisch angewandt

Das zugrundeliegende Prinzip der Salzwasserteilung durch Elektroschocks wurde dabei bereits vor einigen Jahren an der Stanford University entwickelt. Die Forscher am MIT haben dies nun aber erstmals für eine funktionierende Anlage zur Wasserreinigung genutzt. Allerdings handelt es sich dabei zunächst noch um einen Prototypen im Labor. In einem nächsten Schritt soll das Verfahren dann skalierbar gemacht werden. Die Forscher sind sich dabei der Tatsache bewusst, dass ihr Verfahren kurzfristig noch den bisher genutzten Methoden unterlegen sein dürfte. Sie zeigen sich aber vom Zukunftspotential, vor allem bei der Reinigung von Frackingwasser, ihrer Entwicklung überzeugt.


Via: MIT

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