Obdachlosigkeit ist in vielen großen Städten ein stets wachsendes „Problem“. Menschen verlieren aus verschiedenen Gründen ihr Dach über den Kopf, fallen durch das Raster und werden auf einmal nicht mehr gestützt und landen auf der Straße. Ein Großteil der nicht betroffenen Menschen sieht einfach weg, schließt beim Passieren der Obdachlosen kurz die Augen und hofft, dass es ihnen selber nicht einmal so ergehen wird. Es gibt jedoch auch Organisationen und Helfer auf der Welt verteilt, die kleine Notunterkünfte und Mini-Häuser für Obdachlose konzipieren. In Honolulu, Hawaii, gestaltet ein Zusammenschluss aus Architekten und dem Stadtrat alte Busse in mobile Unterkünfte für Obdachlose um. Das Konzept ist beeindruckend und gut ausgeklügelt. Neben Wohn- und Schlafbussen gibt es auch „Hygiene-Busse“ mit Duschen und Busse, die zudem eine Unterkunft für Hunde zulassen.


Obdachlosen-Busse
Busse als mobile Unterkünfte für Obdachlose in Hawai

Busse bieten Schutz und eine Schlafmöglichkeit

Group 70 International nennt sich die Organisation, die zunächst 70 alte Stadtbusse in mobile Unterkünfte für Obdachlose in Honolulu und Umgebung umbauen möchte. Zunächst sollen die Menschen, die auf der Straße leben, zumindest in der Nacht ein Dach über den Kopf haben und in Betten schlafen. Die Betten sind so konzipiert, dass diese ausgeklappt werden können und in den Wänden verstaut sind. Das hat den Vorteil, dass am Tag genügend Platz im Bus ist um beispielsweise auch Essen verteilen oder auch aufnehmen zu können. Die alten Stadtbusse werden aus recycelbaren Materialien von Grund auf saniert und für den neuen Einsatz als mobile Unterkünfte flott gemacht. Das Businterieur ist flexibel gehalten und kann dem Tages- und Nachtprogramm angepasst werden. Die Stadt plant auch einige Busse in Hygiene-Busse umzugestalten. Mit Duschen ausgestattet, eignen sich die Busse dann zum Waschen und frisch machen. Die Umwandlung in Hygiene-Busse ist teurer als die Konstruktion der mobilen Unterkünfte und schlägt Angaben der Group 70 International zufolge mit 100.000 US-Dollar zu Buche. Funktioniert der Umbau, was auch von Geldmitteln abhängig ist, sollen in Zukunft auch beide Arten von Busse kombiniert werden. Zudem planen die Schöpfer auch Busse für die medizinische Versorgung und Busse wo Obdachlose auch mit ihren Hunden versorgt werden können.

Busse Obdachlose
Obdachlosen-Busse von innen; Bild: Group 70 International

Weitere Konzepte für mobile Obdachlosen-Unterkünfte und Mini-Häuser

Die mobilen Unterkünfte für Obdachlose gewähren eine Möglichkeit um einigermaßen geschützt die Nacht verbringen und wieder neu Kräfte für den nächsten Tag sammeln zu können. Vor allem in der kalten Jahreszeit dürften sich die Busse auch als Lebensretter erweisen. Bereits im letzten Winter kamen auch in Deutschland in vielen Städten Kältebusse zum Einsatz, die Obdachlose vor dem Kältetod schützten.


Inspiriert vom US-Amerikaner Gregory Kloehn, der bereits kleine Häuser für Obdachlose produziert und diese aufstellt, haben die drei Freundinnen Mia, Joana und Eleonor unter dem Deckmantel NGO „Stadtnomaden“, ebenfalls ein kleines Eigenheim für Obdachlose in Bulgarien geschaffen. Es handelt sich dabei um das erste mobile Haus für Obdachlose in Bulgarien.

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