Das Gewicht spielt beim Start einer Weltraumrakete die wichtigste Rolle. Je schwerer die Rakete ist, desto mehr Energie wird benötigt, um sie in das All zu katapultieren. Einen beträchtlichen Anteil am Gesamtgewicht hat dabei der mitgeführte Treibstoff, der benötigt wird, um die Rakete später bis ans Ziel zu bringen. Bei einer möglichen bemannten Marsmission könnte dies zum Problem werden. Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology haben daher nun eine Alternativlösung vorgeschlagen: Die Rakete soll unterwegs immer wieder aufgeladen werden und zwar mit Treibstoff, der auf dem Mond produziert wird. Auf diese Weise könnte die zu transportierende Masse der Rakete um 68 Prozent gesenkt werden.


Illustration: Christine Daniloff/MIT
Illustration: Christine Daniloff/MIT

Technische Weiterentwicklungen werden vorausgesetzt

Auf den ersten Blick klingen die Pläne dabei wie aus einem Science-Fiction-Film. Tatsächlich kalkulierten die Forscher schon einige zukünftige Entwicklungen mit ein. So haben Studien ergeben, dass es möglich sein könnte, aus Mondkratern Rohstoffe abzubauen und damit Treibstoff zu produzieren. Entwickelt und erprobt wurde eine solche Technik allerdings noch nicht. Dennoch ist die Überlegung interessant. Die Marsrakete bräuchte demnach nur ausreichend Treibstoff, um in die Erdumlaufbahn zu gelangen – also in etwa so viel wie die Raketen, die heute schon zur Internationalen Raumstation fliegen. Dort würde sie dann von Tankern aufgeladen, die wiederum vom Mond kommen.

Eine dauerhafte Infrastruktur soll etabliert werden

Entwickelt wurden die Pläne im Rahmen der Doktorarbeit von Takuto Ishimatsu. Dieser ist überzeugt eine bekanntes Problem der Weltraumforschung gelöst zu haben: „In dem Maße in dem die Budgets begrenzt sind und die Ziele weit weg von zu Hause, wird eine gut geplante Logistikstrategie zur absoluten Notwendigkeit“, so der Wissenschaftler. Sein Ziel ist es also nicht nur eine bemannte Marsmission zu ermöglichen, sondern eine Infrastruktur zu etablieren, die regelmäßige Reisen zum Mars vergleichsweise kostengünstig ermöglicht. Die Ressourcen des Monds könnten dabei eine wichtige Rolle spielen.


Via: MIT

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1 Kommentar

  1. David Kummer

    19. Oktober 2015 at 14:00

    Die Idee, Rohstoffe vom Mond zu nutzen, ist nun wirklich nicht neu. Das einzig neue hierbei ist, das Logistig, im bezug auf Kosten, mit eingesetzt wird.
    Den noch würde das die Kosten nicht erheblich senken, auser man würde den Mondtreibstoff umsonst anbieten, den auch hier gild es, eine Anziehungskraft zu überwinden.
    Sinnvoller wäre es, einen Asteroieden zum Lagranschpunkt zwischen Erde und Mond zu bringen, und hier die Rohstoffe abzubaun, und eine Station zu etablieren.

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