In Sachen Klimaschutz kann der deutsche Straßenverkehrssektor nicht gerade als Vorbild gelten. Die Emissionen sind seit beinahe dreißig Jahren nicht signifikant gesunken. Die Politik setzt in diesem Punkt auf das Elektroauto und hat daher sogar eine Kaufprämie beschlossen. Einziges Problem: Es kaufen schlicht zu wenig Autofahrer einen Wagen mit Elektromotor. Einen etwas anderen Ansatz probiert nun der Daimler-Konzern aus: Er will Fahrer zu einem umweltfreundlichen Fahrstil erziehen. Auf diese Weise könnte der Kraftstoffverbrauch massiv gesenkt werden. Grundsätzlich profitiert davon auch der Fahrer, weil er weniger Geld an der Tankstelle lässt. Doch weil dies oftmals als Motivation nicht ausreicht, hat Daimler nun als Belohnung auch noch eine eigene Cryptowährung ins Leben gerufen: Den MobiCoin.


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Aus den Fahrzeugdaten wird ein Score für umweltschonendes Fahren errechnet

Vorgestellt wurde das Projekt auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Zu Beginn können allerdings nur 500 ausgewählte Testfahrer an dem Programm teilnehmen. Dazu müssen sie ihr Auto online anmelden und mit der App des Projekts verbinden. Anschließend kommt es zu einem simplen Tausch: Das Fahrzeug sendet verschiedene Daten an die App und im Gegenzug erhält der Fahrer MobiCoins. Allerdings nicht immer gleich viele. Denn die Daten werden zunächst auf einer Blockchain gespeichert, bevor anschließend daraus ein Score errechnet wird. Je besser dieser ausfällt, desto umweltfreundlicher war die Fahrweise, weshalb auch mehr Einheiten der Cryptowährung ausgeschüttet werden. Ein schonender Fahrstil soll sich auf diese Weise gleich doppelt lohnen.

Ein Blick in die App. Foto: Nina Benz / Daimler

Umweltschonendes Fahren? So geht’s!

Praktischerweise gibt die App zudem bereits vor der Fahrt einige Tipps, wie die Belastung für die Umwelt reduziert werden kann. Dazu gehört beispielsweise die Anmerkung, dass die Phasen starker Beschleunigung reduziert werden sollten. Oder anders ausgedrückt: Eine gleichmäßige Geschwindigkeit ist immer besser als ständiges abbremsen und wieder an Geschwindigkeit zulegen. Bei Mercedes-Fahrzeugen können die Fahrer zudem noch auf technische Unterstützung setzen. Im sogenannten Eco-Modus beschleunigen die Fahrzeuge etwas langsamer, verbrauchen dafür aber auch weniger Kraftstoff. Außerdem weist die App darauf hin, dass es sinnvoll sein kann, den Wagen gemächlich ausrollen zu lassen, anstatt direkt vor einer roten Ampel stark zu bremsen. Grundsätzlich gilt immer: Langsamer fahren ist umweltschonender als rasen.

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Der MobiCoin kann gegen Sachpreise getauscht werden

Innerhalb der App gibt es zudem eine Tabelle, in der zu sehen ist, welche Teilnehmer bisher die meisten MobiCoins gesammelt haben. Am Ende der Testphase Mitte Mai können diese dann gegen verschiedene Sachpreise eingetauscht werden. So gibt es etwa VIP-Tickets für die DTM, Karten für den MercedesCup oder Tickets für die Berliner Fashion Week. Unklar ist allerdings noch, ob die Token auch verkauft werden können. Geplant ist dies von Daimler zum aktuellen Zeitpunkt mit Sicherheit noch nicht. Es ist aber nicht bekannt, ob dies auch durch technische Maßnahmen verhindert wird – etwa durch personalisierte Token. Unklar ist auch noch, ob das Projekt nach Ablauf der ersten Phase komplett eingestellt oder sogar ausgeweitet wird.

Die Blockchain bietet noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten

Grundsätzlich ist aber nicht nur die Cryptowährung selbst von Interesse, sondern auch die Idee Fahrzeugdaten in einer Blockchain zu speichern und diese auszuwerten. Gleichzeitig ist dieser Punkt aber auch nicht unbedenklich. Denn viele Autoversicherungen wären an diesen Daten wohl ebenfalls extrem interessiert. Daimler müsste also sicherstellen, dass in diesem Punkt kein Missbrauch möglich ist. In anderen Punkten wiederum könnte die Blockchain große Vorteile mit sich bringen. So könnte etwa der Kilometerstand dort unveränderbar festgeschrieben werden. Dies wäre für Käufer von Gebrauchtwagen wichtig, weil dieser Wert heute von halbseidenen Händlern oftmals manipuliert wird. Auch die durchgeführten Inspektionen und mögliche Unfälle könnten so dauerhaft und sicher dokumentiert werden.


Auch Bosch und BMW setzen auf Cryptowährungen

Daimler ist zudem nicht das einzige Unternehmen der Automobilindustrie, das auf die Blockchain-Technologie setzt. Der Zulieferer Bosch etwa hat in die Cryptowährung IOTA investiert. Dies ist in diesem Fall durchaus wörtlich zu nehmen, denn der Konzern hat schlicht die Token der Währung gekauft. BMW wiederum setzt auf die Konkurrenz von Vechain. Beiden Kryptowährungen ist gemeinsam, dass sie eine Lösung für Zahlungsvorgänge im Internet der Dinge bieten wollen. Porsche hingegen verfolgt einen ganz anderen Ansatz: Gemeinsam mit dem Startup Xain will der Autobauer die Blockchain-Technologie nutzen, um Autos vor Diebstählen zu schützen.

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