Das mobile Breitband befindet sich in Deutschland im Trend und in Düsseldorf hat der Mobilfunkkonzern Vodafone ein auf dem neuen 4G Mobilfunkstandard LTE basierendes Breitbandnetz in Betrieb genommen. Die Kunden des Unternehmens profitieren davon und können bald mit einer Bandbreite von bis zu 50 Megabit pro Sekunde mobil durch das Internet surfen. Als Voraussetzung ist ein Smartphone mit LTE-Modul oder ein LTE-Surfstick erforderlich. Das Unternehmen hatte für 1,42 Milliarden Euro im letzten Jahr zwölf frei gewordene Rundfunkfrequenzen von der Bundesnetzagentur ersteigert. Nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur sollten erst die mit Breitband unterversorgten ländlichen Regionen mit LTE versorgt werden.

Verfügbarkeit von LTE

Derzeit ist LTE allerdings noch nicht flächendeckend Verfügbar und die LTE Tarife sind vergleichsweise teuer. Im kleinsten Paket „LTE Zu Hause Internet 7200s“ erhält man für 39,99€ pro Monat 10 GB Datenvolumen. Die Geschwindigkeit ist allerdings auf einen Download Speed von 7,2 MBits/s begrenzt. Diese Geschwindigkeiten können auch noch im UMTS Netz erreicht werden. Ein Vergleich der Surfstick Tarife kann sich lohnen. Beispielsweise zahlt man für den RTL Surfstick (welcher das Vodafone  Netz nutzt) nur knapp die Hälfte bei gleicher Geschwindigkeit und einem Datenvolumen von 3GB). Bei 1&1 (ebenfalls im Vodafone Netz) erhält man derzeit für 29,99 € 10 GB Datenvolumen und kann mit bis zu 14,4 Mbit/s mobil surfen.


Düsseldorf nur der Anfang

Die Vorgaben sind von Vodafone nun im Bundesland Nordrhein-Westfalen erfüllt worden und hat nun damit begonnen LTE-Breitbandnetze in den Städten aufzubauen. Der Konkurrent Deutsche Telekom AG hatte im Juni in Köln sein LTE-Netz vorgestellt. Laut Vodafone besteht für LTE das Potenzial zur Gigabit-Technologie zu werden. Einer der Vorteile gegenüber kabelbasierten Breitbandtechniken wie DSL ist der schnelle Auf- und Ausbau der LTE-Breitbandnetze. Wie Vodafone LTE weiter berichtet, profitieren die umliegenden Städte rund um Düsseldorf wie etwa Meerbusch, Hilden oder Ratingen von dem LTE-Ausbau. Der Breitbandausbau begann vor einem Jahr und mittlerweile können bundesweit über sieben Millionen Haushalte in tausenden Orten mit der neuen Funktechnologie online surfen. Laut Konzernangaben kommen jede Woche rund 100.000 Haushalte hinzu.

LTE tritt das Erbe von UMTS an

Der Mobilfunkstandard LTE bedeutet Long Term Evolution und wird oft als 4G bezeichnet. Als UMTS-Nachfolgetechnologie bietet LTE in Zukunft eine Bandbreite von bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Die Technologie unterstützt im Vergleich zu UMTS verschiedene Bandbreiten. Im Mai 2007 erreichte das Unternehmen Nokia Siemens Networks bei einem Experiment eine Bandbreite von 108 Megabit pro Sekunde im Upstream. Der Rekord wird allerdings derzeit von Huawei mit derzeit 1,2 Gigabit pro Sekunde im Downstream gehalten.

Auf dem deutschen Markt bietet Vodafone seit Dezember 2010 seinen Endkunden erste LTE-Tarife an und es sind mittlerweile Tarife mit Telefonanschluss verfügbar. Der Telefonanschluss wird per VoIP (Voice over IP – Internet-Telefonie) realisiert. Die Aufbaukosten eines LTE-Netzes sind gegenüber einem DSL-Breitbandnetz erheblich geringer, weil keine Erdarbeiten notwendig sind und nur LTE-Funkstationen aufgebaut werden müssen. Die ländlichen Regionen in Deutschland profitieren von dieser Entwicklung und bis zum Jahr 2012 wird LTE-Breitband nach Einschätzung von Experten überall verfügbar sein.

Quelle: ikt.nrw.de

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2 Kommentare

  1. Sachar

    31. Oktober 2011 at 14:20

    Auch wenn ich für die Konkurrenz arbeite und mein Kommentar daher natürlich auch einen Hintergedanken hat, würde ich mich schon freuen, wenn Ihr Anzeigen als Solche kennzeichnen würdet.

  2. Trends der Zukunft

    31. Oktober 2011 at 15:57

    Hi Sachar,
    gerne kannst du hier auch als Kommentar über die Entwicklung bei E-Plus schreiben was dieses Thema angeht.

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