Bisher ist das Wissen der Menschheit über die Weiten des Weltalls noch extrem begrenzt. Es lässt sich daher nicht genau sagen, wie viele Planeten es tatsächlich gibt, auf denen sich ähnliche Formen des Lebens entwickelt haben könnten wie auf der Erde. Erstmals ist es Forschern aber nun gelungen, bei einem Exoplaneten nachzuweisen, dass dieser zumindest theoretisch die Voraussetzungen erfüllt. Konkret geht es um einen Himmelskörper namens K2-18b. Dieser befindet sich im Sternbild Löwe und ist rund 110 Lichtjahre von unserer Erde entfernt. Erstmals entdeckt wurde der Exoplanet im Jahr 2015 mithilfe des Weltraumteleskops Kepler. Schon damals war schnell klar: Der auch als Supererde bezeichnete Himmelskörper hatte den richtigen Abstand zu seiner Sonne.


Künstlerische Darstellung des fraglichen Exoplanets. Bild: ESA/Hubble, M. Kornmesser [CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)]

Wasser wurde in der Atmosphäre nachgewiesen

Dies ist eine wichtige Voraussetzung, damit sich Leben entwickeln kann. Denn wenn sich ein Planet zu nah an der Sonne befindet, sind die Temperaturen schlicht zu hoch. Umgekehrt gilt: Ist der Abstand zu groß, ist es zu kalt. Neben der richtigen Temperatur muss zudem noch eine zweite Voraussetzung erfüllt sein. Denn auch ohne Wasser kann kein Leben entstehen. Mithilfe des Hubble-Teleskops ist es Wissenschaftlern nun allerdings gelungen, Wasserdampf in der Atmosphäre des Exoplaneten nachzuweisen. Damit wären rein theoretisch die beiden Voraussetzung zur Entstehung von Leben wie auf der Erde erfüllt. Allerdings ist noch unklar, ob sich auch auf dem Planeten selber fließendes Wasser befindet. Dies gilt nach den jetzt erzielten Erkenntnissen zwar als sehr wahrscheinlich, wurde aber noch nicht nachgewiesen.

Der Exoplanet ist deutlich größer als die Erde

Wer nun allerdings hofft, bald auf die Supererde K2-18b ausweichen zu können, sobald es hier zu ungemütlich wird, dürfte enttäuscht werden. Denn Exoplaneten befinden sich per Definition in einem anderen Sonnensystem und sind für den Menschen somit nach heutigem Stand der Technik vollkommen unerreichbar. Dennoch ist es aus wissenschaftlicher Sicht natürlich faszinierend, nach Exoplaneten zu suchen, die ähnliche Voraussetzungen wie unsere Erde bieten. Eine reine Kopie der Erde ist K2-18b allerdings nicht. So ist der Himmelskörper unter anderem doppelt so groß wie der menschliche Heimatplanet und besitzt die achtfache Masse. Auch die Sonne, die der Exoplanet umkreist, ist nicht wirklich mit unserer Version zu vergleichen.


Via: The Guardian

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