Donald Trump steht innenpolitisch aktuell mal wieder massiv unter Druck. Zwar konnte die von ihm initiierte Steuerreform tatsächlich verabschiedet werden, dafür erhöht Sonderermittler Mueller aber beständig den Druck und zahlreiche Frauen berichten von sexuellen Belästigungen durch Trump. Der US-Präsident hat daher versucht, ein neues Thema in der öffentlichen Debatte zu platzieren – und große Pläne für die NASA verkündet. Medienwirksam wurden dazu mit Jack Schmitt und Buzz Aldrin gleich zwei ehemalige Astronauten ins Weiße Haus gebeten, die bereits einmal auf dem Mond waren. Geht es nach Trump und seiner Regierung sollen ihnen schon bald weitere Menschen folgen. Der Mond wiederum soll dann als Basis dienen für Flüge zum Mars und anderen Himmelskörpern.


Mondbasis-Bau in naher Zukunft
So oder so ähnlich könnte eine dauerhafte Basis auf dem Mond aussehen.

Auch unter Trump mangelt es der NASA an Geld

Doch ob diese Pläne jemals umgesetzt werden, steht noch in den Sternen. Zum einen gibt es aktuell nicht einmal einen amtierenden NASA-Direktor. Trump hat zwar Jim Bridenstine für das prestigeträchtige Amt vorgeschlagen. Dieser machte aber mit zweifelhaften Äußerungen zum Klimawandel Schlagzeilen und wurde noch immer nicht vom Kongress bestätigt. Hinzu kommt: Trump kann der NASA zwar Aufträge erteilen, die Finanzierung muss aber ebenfalls der Kongress absegnen. Zusätzliches Geld könnte so erst im Jahr 2019 freigegeben werden – sicher ist dies aber noch keineswegs. Ohnehin hat die NASA unter schrumpfenden Budgets zu leiden: Von etwa fünf Prozent des Haushaltvolumens ist der Anteil der Weltraumagentur auf nur noch rund 0,5 Prozent gesunken.

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Zuletzt aktualisiert am 18.08.2018

Auch George W. Bush und sein Vater wollten US-Astronauten wieder auf den Mond bringen

Daran änderte sich auch unter den US-Präsidenten George Bush und Georg W. Bush nicht viel. Beide hatten – ähnlich wie nun Trump – eine Rückkehr von US-Astronauten zum Mond als Ziel ausgegeben. Die Projekte wurden aber jeweils schnell wieder eingestellt, als es darum ging, die notwendigen Gelder aufzutreiben. Gut möglich also, dass es – trotz aller Ankündigungen – kein US-Astronaut sein wird, der als nächstes einen Fuß auf den Mond setzt. Denn die chinesische Regierung hat einen bemannten Flug zum Mond ebenfalls als Ziel ausgegeben und scheint bereit, dafür erhebliche finanzielle Ressourcen zu investieren. Selbiges gilt für Japan und Russland. Die privaten Unternehmen Bigelow Aerospace und United Launch Alliance haben zudem ebenfalls entsprechende Pläne vorbereitet – diese dürften aber wohl nur umgesetzt werden, wenn die NASA sie finanziert.

Via: CNN


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