Wenn Kühe rülpsen tragen sie zum Klimawandel bei. Das Gas, was vorn rauskommt, ist Methan, und nicht zu knapp. Weltweit ist die Viehwirtschaft zu 15 Prozent an den Negativfolgen durch Klimagase beteiligt – Methan hat eine 25 Mal stärkere Wirkung als Kohlendioxid. Deshalb hat die Bundesregierung in ihrem Klimaschutzprogramm beschlossen, dass die deutschen Bauern die Emissionen bis 2030 um stolze 30 Prozent reduzieren müssen.


30 Prozent weniger Methan

Für Greenpeace ist das kein Problem. Die Deutschen müssten lediglich auf die Hälfte ihrer Steaks und Schnitzel verzichten, dann käme es schon hin. Das Schweizer Pharmaunternehmen Zaluvida glaubt dagegen, dass Mootral (gesprochen Muh-tral, was gut zu Kühen passt, denen das Mittel verabreicht werden soll) Abhilfe schafft. Pro Kuh und Jahr soll es nur 50 Euro kosten. Die Emissionen der Kühe würden sich dadurch um mindestens 30 Prozent reduzieren. Würden 40 Prozent aller Kühe neben ihrem normalen Futter Mootral fressen würde das Äquivalent der Emissionen von 200 Millionen Autos eingespart.


Rinder setzen schneller Fleisch an

Zaluvida lockt die Bauern mit einer weiteren Aussage. Die Tiere würden dank Mootral das Futter besser verwerten, also mehr Fleisch ansetzen. Das liege daran, dass das Präparat Millionen Mitesser in den Mägen der Rinder ausschaltet, nämlich die Bakterien, die Methan erzeugen, das in diesem Zusammenhang völlig überflüssig ist.

Dass Chemiker die Finger drin haben schließen die Schweizer aus. Es werde aus Naturprodukten gewonnen, nämlich aus Knoblauchpulver und Zitrusextrakten. Letztere enthalten Flavonoide in hoher Konzentration, das sind sekundäre Pflanzenstoffe, wie Biologen sagen. Sie schützen die Pflanzen vor schädlichen Umwelteinwirkungen. Auf den menschlichen Organismus haben sie einen positiven Einfluss, weil sie aggressive Moleküle unschädlich machen, die so genannten Radikale. Knoblauch gilt gar, von der Gesunderhaltung her gesehen, als Wunderknolle, die selbst eine gewisse Wirkung gegen Krebs aufweist.

Kühe als Dieselgate

Zaluvida-Chef Christoph Staeuble bringt es werbewirksam auf den Punkt: „Kühe  sind das wirkliche Dieselgate.“ Jedes Tier produziere so viel CO2-Äquivalent wie ein Auto. Risiken und Nebenwirkungen habe das Naturprodukt nicht, schwört Staeuble.

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