Bereits vor einigen Jahren machte die schwedische Chalmers University mit dem Molecular Solar Thermal System – kurz MOST – von sich reden. Die Technologie kann Sonnenenergie aufnehmen, um sie später als Wärme wieder freizugeben. Nun wurde die MOST-Technik in Glasscheiben inkorporiert, die in Zukunft in energieeffizienten Gebäuden verwendet werden könnten.


Grafik: Yen Strandqvist/Chalmers University of Technology

Molekularer Film speichert Sonnenenergie

MOST besteht aus einem dünnen Film aus Norbornadien-Quadricyclan-Molekülen. Diese Moleküle sorgen dafür, dass der Polymer-Film eine organe-gelbe Farbe einnimmt, wenn er nicht direkt dem Sonnenlicht ausgesetzt ist.

Wenn aber Sonnenstrahlen auf das Material treffen, wird ein Großteil der Sonnenenergie von dem Film gespeichert, indem dieser isomerisiert – das heißt, dass die Moleküle temporär zu einer anderen Molekülart werden, die aus den gleichen Atomen in anderer Anordnung besteht.


Bei diesem Vorgang wird der Film nicht nur komplett durchsichtig, sondern in Fensterglas integriert verhindert er auch, dass die Wärme der Sonnenstrahlen ins Innere des Raumes dahinter gelangt. So könnten derartige Fenster in energieeffizienten Gebäuden eingesetzt werden, um die Notwendigkeit der Kühlung zu minimieren.

MOST heizt den Innenraum

Abends, wenn die Sonne nicht mehr auf den Film trifft, kehrt dieser langsam wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurück. Dabei kann er die gespeicherte Energie über einen Zeitraum von bis zu acht Stunden als Wärmeenergie wieder in den Raum abgeben und so die Notwendigkeit zu heizen senken.

Momentan arbeiten die Forscher daran, den Preis der Moleküle zu reduzieren und ihre Konzentration in dem Film zu erhöhen. Das Team hofft, dieses Ziel recht zeitnah zu erreichen und sich dann auf die Kommerzialisierung des Systems konzentrieren zu können.

via Chalmers University

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