Für einen echten Mountainbiker geht nichts über eine schöne, lange Tour durchs Gelände. Wer ist dabei nicht schon einmal an einen Ort gelangt, wo sich Fuchs und Hase nicht nur rein sprichwörtliche gute Nacht sagen? Hier zu stürzen, könnte wirklich fatal ausgehen, schließlich kommt in den nächsten Stunden mit großer Sicherheit niemand vorbei.


Immer dicht „am Mann“: der Tocsen / Foto: Malte Buttjer von Tocsen

Einer der Gründer hatte selbst einen Mountainbike-Unfall

Drei findige Freiburger haben sich nun eine Lösung für dieses Problem ausgedacht und gründeten sogleich ein verheißungsvolles Start-up. Sie stellten einen Sturzsensor für Fahrradhelme her, der bald schon in Massenproduktion gehen soll. Einer der besagten jungen Männer hat selbst vor kurzem einen Mountainbike-Unfall überstanden und erhielt zum Glück Hilfe von einigen Wanderern, die zufällig des Weges kamen. Er wurde von da an die Frage nicht mehr los, was mit ihm ohne diese glückliche Fügung geschehen wäre und besprach dies zuerst mit einem seiner Freunde. Aus diesem Gespräch entstand die erste Idee für den Toscen, der vielleicht eines Tages zu einem wahren Lebensretter avanciert.

Die Mountainbiker-Community zeigt sich begeistert

Der Toscen lässt sich einfach an jeden Fahrradhelm klipsen, er benötigt im Notfall keine bewusste Bedienung. Allerdings kann sein Nutzer ihn über die zugehörige App passend programmieren und erhält so einen ständigen Zugriff auf den Sensor. Der Sensor selbst analysiert im Ernstfall die Aufprallstärke und gibt bei Überschreitung eines gewissen Grenzwerts eine Push-Nachricht ans Smartphone ab. Wenn der Anwender darauf nicht reagiert, werden automatisch die eingestellten Notfallkontakte benachrichtigt, per Whatsapp, SMS oder Anruf. Die Ortung erfolgt wiederum über das Handy, was allerdings im Wald und Gelände oft nicht ganz so schnell funktioniert. In der Mountainbiker-Community herrschte beim ersten Vorstellungstermin Begeisterung, das ermutigte Alexander Schumacher Andreas Botsch, Malte Buttjer das Projekt voranzutreiben.


So funktioniert der Sensor / Foto: Malte Buttjer von Tocsen

Das Fundingziel auf Startnext ist jetzt schon überschritten

Die Gründer haben nun ihre erste Crowdfunding-Aktion auf Startnext ins Leben gerufen, um die Finanzierung abzusichern. Das Fundingziel von 13.500 Euro ist längst überschritten, obwohl noch mehr als zwei Wochen Zeit übrigbleiben. Unterstützer erhalten einen Tocsen, sobald dieser hergestellt ist. Wo genau die Produktion stattfinden soll, muss noch geklärt werden. Wir sind uns sicher, dass hinter den Kulissen schon eifrige Verhandlungen laufen, denn die kleine Firma hat sich große Ziele gesetzt: »Toscen soll irgendwann zur Standardausrüstung werden«, sagt Alexander Schumacher. Und vielleicht ist das gar nicht so weit hergeholt.

Quelle: fudder.de, tocsen.com

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.