Klimaschützer rechnen mit dem Schlimmsten: Sobald Trump an der Macht ist, wird sich die amerikanische Regierung mit hoher Wahrscheinlichkeit aus zahlreichen einschlägigen Öko-Projekten zurückziehen. Sollten die Multimilliardäre der USA dann eingreifen, damit der Klimaschutz nicht kollabiert?


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Klimaschutz in Gefahr

Trump wird wahrscheinlich viele regierungsfinanzierte Projekte stoppen

Trumps bisherige öffentliche Statements zum Thema Klimaschutz geben Anlass anzunehmen, dass auf diesem Gebiet in den USA demnächst nicht mehr viel laufen wird. Ökologisch orientierte Forschung und die Entwicklung sauberer Energien liegen nicht wirklich im Interesse des neuen Präsidenten, darum wird er wohl zahlreiche regierungsfinanzierte Projekte stoppen oder zumindest ausbremsen. Wissenschaftler der NASA sollen sogar bereits gezielte Backups ihrer Daten arrangiert haben, in Sorge, dass die bisherigen Ergebnisse ihrer Klimaschutzforschung verlorengehen. Rick Perry, der neuen Verlautbarungen zufolge das Departement of Energy übernehmen soll, gilt als eine Person, die nicht zum Wohle des Klimaschutzes arbeiten wird, sondern ganz andere Maßstäbe an neue Energielösungen anlegt.

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Die Klimaschutzforschung benötigt ein Milliarden-Budget

Solvente Spender sollten erst noch Zurückhaltung üben

Nun steht die Frage im Raum: Sollten die am Klimaschutz interessierten Multimilliardäre in die finanzielle Bresche springen? Marcia McNutt als Präsidentin der National Academy of Science erklärte jüngst, dass sich durchaus solvente private Spender zu diesen Zwecken finden würden. Der privat finanzierte Breakthrough Energy Ventures Fund gab kurz zuvor bekannt, dass er für die nächsten 20 Jahre 1 Milliarde Dollar für die Forschung nach sauberen Energiequellen bereitstellen möchte: Hinter der Institution stehen mehr als 20 amerikanische Milliardäre, zum Beispiel Amazon-Chef Jeff Bezos.


Doch ist es wirklich klug, diese Gelder so großzügig bereitzustellen? Die US-Regierung könnte dies als Signal dafür sehen, dass die öffentlichen Finanztöpfe zu Recht verschlossen bleiben, weil zu Klimaschutz-Zwecken ohnehin genügend Geld zur Verfügung steht. Trump selbst dürfte sich freuen, wenn der Druck der Klimaschützer auf ihn nachlässt, weil andere ihn sozusagen »freigekauft« haben. Marcia McNutt jedenfalls bat die Spender noch um Zurückhaltung, um Trump und dem Kongress keine willkommene Entschuldigung zu bieten, sich vollständig aus dem Klimaschutz zurückzuziehen.

Quelle: www.technologyreview.com

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