Heizen ist bekanntlich teuer. Jeder Mieter und auch Häuslebauer fürchtet sich vor der nächsten Warmwasser- und Heizkostenabrechnung. Gefühlt zahlt man jährlich mehr. Effizient und Geldbeutel-schonend heizen ist schon zu einer kleinen Kunst geworden. Zusätzlich rückt aber auch der Nachhaltigkeitsgedanke immer mehr in den Vordergrund. Neubauten unterliegen nun auch der Pflicht mindestens 15 Prozent des Wärmebedarfs über erneuerbare Energien abzudecken. Vor allem in größeren Städten, wo Platz bekanntlich ein Mangel ist, stellt nachhaltiges Heizen neue eine Herausforderung dar. Einer aktuellen Umfrage zufolge, wird recht gut aufgezeigt in welcher Großstadt in Zukunft am nachhaltigsten geheizt werden könnte.


nachhaltig-heizen

Heizen mit Solarstrom liegt im Trend

Die Heizexperten von Kesselheld haben eine interessante Umfrage gestartet. So wurden 8.000 Nutzer gefragt, ob diese in Zukunft Heizungen mit regenerativen Energien wie Erdwärme, Pellets oder Sonnenlicht nutzen möchten. Das Ergebnis der zehn größten Städte wurde dann in einer Grafik zusammengefasst. Leipzig und Stuttgart führen das Ranking an. In diesen Städten ist der Wunsch nach einer Solarthermie recht groß, während in Berlin der Anteil der Befragten Nutzer, die in Zukunft gern mit Wärmepumpen und Pelletheizungen heizen wollen, recht hoch ist. Es zeichnen sich also begrüßenswerte Trends ab, die in die richtige Richtung gehen. Solaranlagen werden stets erschwinglicher, sodass die Lukrativität der Instalation eines Komplettsystems zunimmt. So kann man   auch die Gasheizung mit einer richtig dimensionierten Solaranlage ergänzen und erhält in der Folge ein Hybridsystem. Mit der Hilfe eines solchen Systems kann man künftig ebenfalls auch die geforderten Normen einhalten.


Einfamilienhaus Energieversorgung

Niedrige Preise für fossile Brennstoffe sorgen für Zurückhaltung beim Öko-Heizen

Wie Kesselheld erklärt, ist nach wie vor noch eine gewisse Zurückhaltung beim Heizen mit erneuerbaren Energien spürbar. Das liegt unter anderem an den recht niedrigen Preisen für fossile Brennstoffe. In den letzten Jahren zeichnete sich ein stets fallender Preistrend ab. Ein weiterer Punkt ist die verhältnismäßig leichte Zugänglichkeit zu Gasleitungen oder Fernwärmenetzen. Und auch die Anschlusszwänge an das öffentliche Fernwärmenetz, die im Osten Deutschlands bestanden, leisten ihren Beitrag.

In Großstädten kommt dann auch noch der chronische Platzmangel als weitere Hürde hinzu. Wärmepumpen erfordern Platz auf dem Grundstück, um die Erdsonden oder Erdwärmekollektoren verbauen zu können.

Nachhaltig zu heizen dürfte auch in Zukunft eine immer größer werdende Herausforderung darstellen. Schon im letzten Jahr dominierten Kondensationskessel, Fußbodenheizungen mit Wärmepumpen, effizientere Design-Heizkörper, Niedrigtemperaturheizungen und intelligente Thermostate die Trendcharts.

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