Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA spricht bereits seit Jahren davon, Menschen zum Mars zu schicken und stellt in regelmäßigen Abständen wiederholt neue oder aktualisierte Pläne vor. Es gibt dabei jedoch ein Problem: William H. Gerstenmaier, der bei der NASA für die bemannte Raumfahrt zuständig ist, gab kürzlich bekannt, dass bemannte Missionen zum Mars mit dem aktuellen Budget nicht möglich seien.


Bild: NASA

Mond- statt Marsmissionen?

Das Problem scheint zu sein, dass die SLS-Rakete sowie die Orion-Raumkapseln die NASA so viel gekostet haben, dass die Behörde dann nicht mehr in der Lage war, Kapseln für die Landung auf der Marsoberfläche und dem erneuten Start zu entwickeln.

„I can’t put a date on humans on Mars, and the reason really is the other piece is, at the budget levels we described, this roughly 2 percent increase, we don’t have the surface systems available for Mars. And that entry, descent, and landing is a huge challenge for us for Mars“, so Gerstenmaier.


NASA Pläne für die Zukunft werden also massiv an der finanziellen Unterstützung der US-Regierung liegen. Gerstenmaier deutete an, dass seine Behörde sich eventuell wieder auf den Mond konzentrieren will. Es gibt bereits Pläne, eine kleine Raumstation im Mondorbit zu platzieren, die als Startplattform für Deep Space Missionen dienen soll. Diese Station könnte auch der Ausgangspunkt für Missionen auf der Oberfläche des Monds sein.

Mars: Der Ball liegt bei privaten Unternehmen

Glücklicherweise muss sich die Menschheit in Sachen Mars-Missionen nicht allein auf die NASA verlassen. Es gibt mehrere private Unternehmen, allen voran Elon Musks Space X, die Pläne haben, Menschen auf den Mars zu schicken und diesen eventuell sogar zu kolonialisieren. Möglicherweise könnte eine verstärkte Zusammenarbeit mit solchen Unternehmen die NASA doch noch auf den Mars bringen.

Kürzlich wurde bekannt, dass Elon Musk im September aktualisierte Pläne für seine Mars-Missionen bekanntgeben wird. Aktuell hat SpaceX die Deadline für eine unbemannte Mission zum Mars für 2018 festgesetzt. Die erste bemannte Mission soll bis 2025 folgen. Auch Boeing und Blue Origin arbeiten an Plänen für bemannte Marsmissionen.

Denkbar wäre auch, dass das Budget der NASA aufgestockt wird. Trotz der mehr oder weniger offenen Wissenschaftsfeindlichkeit der amerikanischen Regierung sprach der Vizepräsident der USA, Mike Pence, wiederholt davon, dass die USA Menschen auf den Mars bringen will. Wenn er mit „den USA“ die Regierung und nicht die amerikanische Gesellschaft in Form von Privatunternehmen meinte, dann wird eben diese Regierung noch ein bisschen in die Tasche greifen müssen.

via Ars Technica

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