3D-Drucker sind schon lange kein Spielzeug mehr, sondern lösen vermehrt Probleme im Zusammenhang mit diversen Herstellungsprozessen. Es gibt Medikamente und Schokolade aus dem 3D-Drucker, in Amsterdam wird sogar eine komplette Brücke gedruckt. Nun nutzt auch die NASA 3D-Drucker als Fertigungsmittel. Die US-Raumfahrtbehörde testete Raketenteile aus einem 3D-Drucker, um herauszufinden, ob sie den gewaltigen Belastungen durch Druck und Hitze bei einem Raketenstart aushalten können.


NASA Raketenteile
Foto: NASA

NASA testet Raketenteile aus dem 3D-Drucker

Bisher konnten die Forscher der NASA noch keinen nennenswerten Unterschied zwischen den gedruckten Raketenteilen und denen, die auf traditionelle Art und Weise hergestellt wurden. Die Bauteile wurden in einer Serie aus 11 Mainstage-Tests je 46 Sekunden lang mit 3.300 Grad angeblasen und überstanden das Inferno aus flüssigem Sauerstoff und gasförmigen Wasserstoff unbeschadet.

Die Herstellung von Raketen-Bauteilen ist aktuell ein sehr teurer Prozess, was die Nutzung von Teilen aus 3D-Druckern mit großen Vorteilen verbinden würde. Je mehr derartiger Bauteile in einer Rakete verwendet werden, desto günstiger wird auch ihre Herstellung. Außerdem könnte die Produktion von Raketen so erheblich beschleunigt werden. Ein normales Einspritzventil für eine Rakete kostet 10.000 Dollar und benötigt etwa 6 Monate zur Herstellung. Das von der NASA gedruckte und hergestellte Ventil kostete die Hälfte davon und war in drei Wochen bereit für die ersten Tests.


NASA Einspritzventil
Die NASA testete ein Raketen-Einspritzventil aus dem 3D-Drucker. Foto: NASA

Rocket engines are complex, with hundreds of individual components that many suppliers typically build and assemble, so testing an engine component built with a new process helps verify that it might be an affordable way to make future rockets. The additive manufacturing process has the potential to reduce the time and cost associated with making complex parts by an order of magnitude”, so Chris Singer, der Direktor des Marshall Center’s Engineering Directorate.

NASA plant weiteren Einsatz von 3D-Druckern

Neben den Raketen-Bauteilen aus dem 3D-Drucker plant die NASA auch weitere Einsätze für die vielfältigen Geräte. So arbeitet die Raumfahrtbehörde mit der Firma Made In Space beispielsweise an einem 3D-Drucker, der auf der Internationalen Raumstation ISS zum Einsatz kommen soll. Mit seiner Hilfe werden Astronauten Gegenstände herstellen können, die normalerweise per Rakete geliefert werden müsste.

via NASA

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