Wenn es in der Stadt brennt, wird das Feuer zumeist rechtzeitig entdeckt und kann gelöscht werden, bevor es außer Kontrolle gerät. Waldbrände in dünn besiedelten Gebieten hingegen bleiben oft zunächst unentdeckt und können sich so unkontrolliert ausbreiten. Im Extremfall führt dies zu verheerenden Buschbränden, die für die Bewohner und die Feuerwehr eine große Gefahr darstellen. Je früher ein Waldbrand also entdeckt wird, desto besser. Die US-Weltraumbehörde NASA möchte deswegen nun modernste Technik zum Einsatz bringen. Bis zum Jahr 2018 soll ein Netz von Satelliten installiert werden, das entstehende Waldbrände bereits innerhalb der ersten 15 Minuten erkennt.


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Auch Explosionen und Öllecks werden erkannt

Genutzt werden dabei Wärmesensoren, die ungewöhnliche Temperaturanstiege analysieren und so Waldbrände erkennen sollen. Allerdings schlägt das System erst Alarm, wenn eine Fläche von mehr als zehn Metern betroffen ist. Es muss also niemand fürchten, dass sein privates Lagerfeuer die Satelliten in Alarmbereitschaft versetzt. Auch die in vielen Orten beliebten Martinsfeuer dürften nicht für einen Alarm sorgen. Insgesamt ist der Einsatz von 200 Satelliten geplant. Das System kann dabei aber nicht nur zur Waldbrandüberwachung eingesetzt werden, sondern ist auch in der Lage Explosionen und Öllecks zu erkennen und zu melden. Auch in diesen Fällen hilft eine zeitnahe Entdeckung größere Schäden zu vermeiden.


Waldbrände werden einmal pro Minute fotografiert

Wurde mit Hilfe der Satelliten dann ein Waldbrand lokalisiert, wird dieser auch weiterhin aus dem All beobachtet. So bekommt die Einsatzleitung vor Ort jede Minute ein neues Satellitenbild und kann dementsprechend reagieren. Dies ist eine enorme Verbesserung zur momentanen Situation, in der Waldbrände nur zweimal täglich aus dem All fotografiert werden. Zusammen mit verschiedenen Wetterdaten und Erkenntnissen vor Ort kann so eine genauere Prognose über den weiteren Verlauf des Brandes erstellt werden. Diese ist nicht nur für die direkte Brandbekämpfung, sondern auch bei der Entscheidung über Evakuierungen von Bedeutung.

Via: Popsci

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