Die zunehmende Dürre in den Vereinigten Staaten sorgt auch für immer größere Waldbrände. Dabei entwickelt das Feuer teilweise eine solche Kraft, dass es – trotz modernster Technik – von den Feuerwehrleuten nicht mehr kontrolliert werden kann. In solchen Situationen kommt es immer wieder zu tragischen Todesfällen, wenn Feuerwalzen über die Einsatzkräfte hinwegfegen. Die eigentlich für solche Fälle entwickelten Schutzdecken können dabei oft nicht helfen, weil zu hohe Temperaturen entstehen. Jetzt allerdings verspricht eine Firma, mit ihrer Schutzausrüstung könnten Temperaturen von mehr als 1600 Grad Celsius überstanden werden. Die „Fire Blanket“
genannte Neuentwicklung ist allerdings noch ungetestet.


Feuerschutz
Effektiver Feuerschutz für Feuerwehrmänner dank NASA Technologie

Hitzeforschung ist immanent wichtig

Die Technik basiert dabei auf Forschungen der US-Weltraumbehörde NASA. Deren Raumschiffe müssen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre ebenfalls enorme Temperaturen überstehen, weshalb die Behörde viel Geld in die Hitzeforschung investiert hat. Das „Fire Blanket“ besteht hauptsächlich aus Keramikfasern und wiegt etwas mehr als drei Kilogramm. Das ist deutlich schwerer als die gewöhnlichen Schutzdecken, weshalb die Feuerwehrleute das „Fire Blanket“ auch in einem Rucksack auf dem Rücken transportieren sollen. In Zusammenarbeit mit einem Wingsuit-Hersteller wird inzwischen eine Technik entwickelt, wie die Einsatzkräfte sich dann im Notfall in Sekundenschnelle mit dem Inhalt des Rucksacks umhüllen können. Problematisch dürfte dabei sein, dass beispielsweise die Sauerstoffflaschen der Atemschutzgeräte ebenfalls auf dem Rücken getragen werden.

US-Behörden geben sich zurückhaltend

Das „Fire Blanket“ hat selbstverständlich auch schon das Interesse der Katastrophenschutzbehörden in den Vereinigten Staaten geweckt. Bisher allerdings scheint dort noch Zurückhaltung zu herrschen. Die meisten Behörden verweisen darauf, dass die neue Schutzdecke zunächst ausführlichen Tests unterzogen werden müsse. Der „U.S. Forest Service“ immerhin hat nach Angaben des „Fire Blanket“-Entwicklers James Moseley einige Exemplare zu Testzwecken angefordert. Ergebnisse dieser Untersuchungen sind allerdings noch nicht bekannt. Neben einer Schutzdecke für Feuerwehrleute, soll zudem – unter dem Namen „Fire Cloak“ – auch eine Notfalldecke für Privatleute und Öffentliche Einrichtungen auf den Markt gebracht werden. Mit dieser könnten beispielsweise Leute aus brennenden Häusern gerettet werden. Die Schutzdecken sollen dabei für Notfälle im Eingangsbereich der Gebäude angebracht werden.


150.000 Dollar sollen per Crowdfunding gesammelt werden

Bisher allerdings fehlen James Moseley nicht nur nachprüfbare Testergebnisse, sondern auch eine gesicherte Finanzierung seines Projekts. Deswegen hat er eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Mit der Hilfe vieler kleiner Spenden und Bestellungen soll so die Summe von 150.000 Dollar zusammenkommen, um in die Produktion einsteigen zu können. Für 499 Dollar kann sich dort zudem jeder bereits einen „Fire Cloak“ sichern. Später soll dieser für 549 Dollar auf den Markt kommen.

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