Unlängst sorgte die NASA mit der Meldung für Aufsehen, man habe auf der Marsoberfläche salziges, flüssiges Wasser entdeckt. Die Meldung wird viel diskutiert – und die NASA nutzt das aus. Alle paar Tage erreichen uns momentan neue Nachrichten, die sich um den roten Planeten drehen. Aktuell ist der Test eines Hitzeschildes, das den Eintritt einer bemannten Mission in die Marsoberfläche gewährleisten soll.


Eintritt in die Atmosphäre: Eine heiße Angelegenheit

Wenn ein Objekt in die Atmosphäre eines Planeten eintritt, sei es ein Raumfahrzeug oder ein Meteorit, dann erzeugt die Reibung der atmosphärischen Partikel an seiner Oberfläche Wärme. Kleinere Objekte erhitzen sich ein wenig, aber bei größeren Objekten ist die Reibung so stark, dass sie sehr heiß werden. In der Raumfahrt gilt es also, Raumfahrzeuge beim Eintritt in die Atmosphäre vor der entstehenden Hitze zu schützen. Das ist besonders problematisch, als dass Raumfahrzeuge oft mit sehr hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre eintreten, was die Hitze maximiert.


Nun hat der Mars den Vorteil, dass er eine recht dünne Atmosphäre hat. Beim Eintritt in seine Atmosphäre entsteht daher nicht so viel Wärme wie beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Aber dennoch entsteht genug Reibung, als dass ein eintretendes Raumfahrzeug mit Menschen an Bord vor der Hitze geschützt werden muss. Das Adaptive Deployable Entry and Placement Technology (ADEPT) Projekt der NASA arbeitet deshalb schon seit längerem an einem Hitzeschild für den Eintritt in die Marsatmosphäre.

Test bestanden

Eine der großen Herausforderungen bei der Entwicklung von Hitzeschilden für die Raumfahrt ist die Tatsache, dass sie in Raumfahrzeugen untergebracht werden müssen, in denen jedes Gramm an zusätzlichem Gewicht kosten verursacht. Die NASA wollte daher eine möglichst leichte Lösung. Die hat sie gefunden: Ein kleines, mechanisch ausfahrbares Hitzeschild aus Kohlefaser wurde entwickelt. Sein Öffnungsmechanismus gleicht dem eines automatischen Regenschirms. Bei einem Test im NASA Ames Research Center im Silicon Valley wurde das Hitzeschild Bedingungen ausgesetzt, wie sie beim Eintritt in die Marsatmosphäre herrschen würden.

Mit einem Strom extrem heißer Luft wurde die Temperatur auf der Oberfläche des Schildes auf 1700 Grad Celsius erhöht. Das Hitzeschild bestand den Test mit Bravour, was die NASA wieder einen Schritt näher in Richtung einer bemannten Marsmission bringt.

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