Die Sehnsucht nach Natur und Freiheit steckt einfach tief in uns, manche Menschen leben ihren Traum ganz einfach aus: Eine Kanadierin hat sich nun gemeinsam mit ihrem Freund an die Arbeit gemacht und sich ein urgemütliches Hausboot gebaut, das sie manchmal selbst bewohnt und zu anderen Zeiten vermietet.


The River Den – eine Wohnhöhle auf dem Wasser

»The River Den« taufte Bonnie ihr Hausboot, als sie es zum ersten Mal auf dem Gatineau River in der kanadischen Provinz Quebec zu Wasser ließ. Der Name passt: ein »Den« ist eine Art Wohnhöhle oder ein versteckter Unterschlupf. Sie baute ihr Traumdomizil gemeinsam mit ihrem Freund Denis Tremblay komplett von Hand und achtete dabei auch darauf, dass das Boot wintertauglich wird. Die Wohnfläche beträgt etwa 23 qm und ist komplett gedämmt, als Heizung dient ein antiker Holzofen. Die Fenster sind doppelverglast und einige davon sogar in Sonderformen maßgeschneidert. Die fünf Schwimmkörper nehmen ein wenig Wasser auf, um dem Hausboot die nötige Stabilität zu verleihen, im Winter frieren sie ein. Das Spülwasser wird mit einer Pumpe direkt aus dem Fluss entnommen und durch das schöne Rundfenster bietet sich ein herrlicher Blick in die Landschaft.


Für die Zukunft sind Solarzellen geplant

Im zweiten Stockwerk ist das Schlafzimmer angesiedelt, darüber befindet sich eine Dachterrasse aus Zedernholz. Das keilförmige Dach kann entfernt werden, um während der Fahrt den Verkehrsregeln zu entsprechen. 60 Pferdestärken treiben das Hausboot an, außerdem befindet sich eine 12-Volt-Batterie an Bord, die etwa einen Monat lang hält. Auf dem Sonnendeck hat Bonnie mit Absicht noch einigen Platz gelassen, denn sie wünscht sich für die Zukunft noch Solarzellen für ihr schwimmendes Heim. Wenn die Besitzerin gerade nicht darin wohnt, vermietet sie es an Menschen, die sich im Urlaub auch einmal frei der Wind fühlen möchten.

Kapitänin Bonnie zeigt euch ihr urgemütliches Hausboot

Bislang noch keine Grundsteuer für Hausboote in Deutschland

Die Mitglieder der Kelly Family galten früher noch als echte Sonderlinge, weil sie viele Jahre gemeinsam auf einem Hausboot verbrachten. Doch der Trend zum Wohnen auf dem Wasser – oder zumindest zum gemütlichen Urlauben mit Wellengang – hat sich seitdem unverkennbar verstärkt. Luxushausboote für die High Society sind sogar mit Sauna und Pool ausgestattet, denn man will schließlich auch unterwegs auf nichts verzichten! Für deutsche Fabrikate empfiehlt es sich, gewisse Normen einzuhalten, um das eigene Hausboot noch mit dem Sportbootführerschein fahren zu dürfen. Und wer ein gutes System zur Wasseraufbereitung einbauen lässt, kann das Flusswasser sogar zum Trinken verwenden. Bislang hat der Fiskus das Hausboot auch noch nicht als Einnahmequelle entdeckt: Grundsteuer für diese Art von Eigenheim ist nicht vorgesehen!

Quelle: treehugger.com

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