Andre Drummond spielt bei den Detroit Pistons, ist 2,13 m groß und 127 Kilogramm schwer. Bekommt er den Ball in Korbnähe, ist er in der Regel nur schwer zu stoppen. Anders ist dies allerdings bei Freiwürfen. Von der Freiwurflinie verwandelte der Riese in der vergangenen Saison lediglich 35 Prozent seiner Versuche. Zum Vergleich: Der gleich große Dirk Nowitzki kommt in seiner Karriere auf einen Wert von 87,9 Prozent. In knappen Spielen muss Drummond daher teilweise auf der Bank Platz nehmen, um zu verhindern, dass er von seinem Gegenspieler absichtlich an die Freiwurflinie geschickt wird. In diesem Sommer setzt der Pistons-Center daher auf die Hilfe einer VR-Brille, um seine Schwachstelle zu beheben.


By Keith Allison (Flickr: Andre Drummond) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons
By Keith Allison (Flickr: Andre Drummond) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Getroffene Freiwürfe können aus mehreren Perspektiven angesehen werden

Dazu wurden eigens entsprechende Virtual Reality Systeme in der Trainingshalle der Pistons und bei Drummond zu Hause installiert. Dreimal wöchentlich setzt der Center inzwischen die Brille auf und sieht sich selber beim Werfen von Freiwürfen zu. Der Clou: Er schaut sich lediglich die Treffer an. Der Vorteil der Virtual Reality Brille liegt dabei darin, dass er die Perspektive wechseln kann. Er kann sich den Freiwurf also sowohl aus der Sicht einer dritten Person, als auch aus der Ich-Perspektive ansehen. Die Hoffnung der Pistons ist nun, dass sich auf diese Weise die richtigen Bewegungsabläufe bei Drummond einprägen und sein Selbstvertrauen steigt.

Bisher wird die Technik vor allem von Football-Teams genutzt

Entwickelt hat das System die Firma STRIVR. Diese stammt aus dem Umfeld der Stanford University und liefert die Technik bisher vornehmlich an Football-Teams, die damit beispielsweise ihre Kicker trainieren lassen. Auf der Webseite des Unternehmens sind inzwischen immerhin fünf NFL-Teams als Kunden aufgelistet. Drummond und die Pistons sind bisher aber – soweit bekannt – die einzigen, die die Technik auch im Basketball benutzen. Es ist aber davon auszugehen, dass der Rest der Liga die Entwicklung der Freiwurfquote von Drummond genau beobachten wird. Sollten sich dort signifikante Verbesserungen zeigen, dürfte die Virtual Reality Technik schon bald auch bei anderen Teams und Spielern zum Einsatz kommen.


Via: NBA

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