Das Berliner Startup BigRep gehört zu den führenden Firmen bei der Produktion von 3D-Druckern. Normalerweise arbeiten die Ingenieure dort vor allem daran, optimale Lösungen für ihre Kunden zu entwickeln. Von Zeit zu Zeit setzen sie ihre Drucker aber auch selbst in Gang, um das Potential der neuen Technologie unter Beweis zu stellen. Neuestes Produkt dieses Pioniergeistes: Ein Elektro-Motorrad, das fast vollständig aus dem 3D-Drucker stammt. Konkret wurden alle nicht elektrischen Teile des NERA genannten Modells gedruckt. Anschließend mussten lediglich noch der Elektromotor und die nötigen Sicherheitskomponenten – etwa das Licht – ergänzt werden. Das neue Druckverfahren könnte langfristig dafür sorgen, dass Motorräder günstiger und leichter werden.


Bild: BigRep GmbH

BigRep kann auch große Teile in einem Stück drucken

Der Name NERA ist daher auch ein Wortspiel und als Akronym aus dem englischen Begriffspaar „New Era“ (dt. „Neue Ära“) zu verstehen. Insgesamt besteht das Fahrzeug aus 15 gedruckten Einzelteilen. Besonders beeindruckend: Das größte gedruckte Objekt ist stolze 120 Zentimeter lang. Genau hier liegt auch die Kompetenz von BigRep. Die Firma entwickelt spezielle 3D-Drucker, die auch große Teile in einem Stück produzieren können. Für die Zukunft interessant dürften auch die Reifen sein. Diese sind aus Hartkunststoff und wurden ebenfalls gedruckt. Der platte Reifen gehört damit der Vergangenheit an – weshalb die Technologie insbesondere auch für Fahrräder interessant sein dürfte. Alles in allem wiegt die NERA-Maschine lediglich sechzig Kilogramm und kann daher ohne großen Energieaufwand beschleunigt werden.

Im Rennsport sind 3D-Drucker bereits sehr nützlich

Auch die klassischen Hersteller von Motorrädern haben das Potential des 3D-Drucks bereits erkannt. So experimentiert BMW schon seit einiger Zeit mit individualisierbaren Kühlerabdeckungen. Hier handelt es sich also noch um ein Produkt zur reinen Kundenbindung. Mittelfristig könnte die 3D-Druck-Technologie aber auch helfen, die Abhängigkeit der Firmen von Zulieferern zu verringern und mehr Teile in Eigenregie zu produzieren. Daneben findet der 3D-Druck auch im Rennsport immer öfter Anwendung. Dort kommt es regelmäßig zu Beschädigungen an den Fahrzeugen und es werden schnell Ersatzteile benötigt. Das Formel-1-Team McLaren bringt daher stets auch einen 3D-Drucker mit an die Rennstrecke, um im Bedarfsfall schnell reagieren zu können.


Via: Inhabitat

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