Die klassische Tageszeitung finanziert sich im Wesentlichen aus zwei Erlösquellen: Dem Verkauf von Anzeigen und dem vom Leser gezahlten Kaufpreis. In die Online-Welt konnte dieses Modell allerdings nicht übertragen werden. Hier gewöhnten sich die Nutzer recht schnell daran, dass der Großteil der Artikel kostenlos zur Verfügung steht. In letzter Zeit allerdings versuchten mehrere Medienhäuser Bezahlschranken zu installieren. Nun steht offenbar Apple in Verhandlungen mit den großen US-Zeitungsverlagen, um eine Art Abo-Modell zu etablieren. Ähnlich wie bei Netflix oder Spotify sollen die Nutzer dabei lediglich eine monatliche Gebühr zahlen und dafür Zugriff auf alle Artikel erhalten. Noch allerdings gibt es offenbar Streit über die Aufteilung der Einnahmen.


Die Verlagshäuser sollen keine Kundendaten erhalten

Eigentlich hat sich in der Digitalbranche eine Aufteilung von 70 Prozent für den Content-Produzenten und 30 Prozent für den Plattformbetreiber etabliert. So war es beispielsweise auch lange Jahre im Apple Store. Doch bei den Verhandlungen mit den Medienhäusern soll Apple stattdessen auf einen Anteil von 50 Prozent bestanden haben. Dies wurde von den meisten Verlagen aber als deutlich zu hoch kritisiert. Zumal Apple auch in einem anderen Punkt nicht zu Zugeständnissen bereit war: Die Publisher sollen keine Daten von den Abonnenten erhalten – weder E-Mail-Adressen noch Kreditkartennummern. Unstrittig ist hingegen, wie das Geld zwischen den Medienhäusern aufgeteilt werden soll. Demnach entspricht der Anteil jeweils der Zeit, die die Nutzer mit den Artikeln der einzelnen Anbieter verbringen.


Schon nächsten Monat könnte die Präsentation erfolgen

Gerüchten zufolge soll das neue Angebot auf einem Apple-Event am 25. März vorgestellt werden. Noch ist aber unklar, welche Verlagshäuser dann tatsächlich dabei sein werden. Dem Vernehmen nach konnte mit den beiden Flaggschiffen „New York Times“ und „Washington Post“ noch keine Einigung erzielt werden. Ein bisschen Zeit bleibt den Verhandlungspartnern aber noch, um eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden. Es ist zudem nicht der erste Vorstoß von Apple auf dem Gebiet der Zeitungen und Magazine. Bereits vor rund einem Jahr kaufte der Konzern die App „Texture“, die ebenfalls per Abo den Zugang zu zahlreichen Magazinen ermöglicht. Nun soll dieses Modell offensichtlich großflächig erweitert werden.

Via: Gizmodo

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