Der Internet-StreamingdienstNetflix hat den australischen Markt ins Visier genommen und angekündigt, dort ab dem 31. März mit einem eigenen Angebot vertreten zu sein. Das Problem dabei: Der Konzern hat die Onlinerechte an den eigenen Serienproduktionen „House of Cards“ und „Orange ist he New Black“ bereits an den lokalen Sender Foxtel verkauft. Das Netflix-Angebot in Australien wird daher auf die Zugkraft der beiden Kassenschlager verzichten müssen. Eine ähnliche Problematik existiert auch bei der deutschen Version des US-Streaminggiganten.


Netflix

Eigenproduktionen sollen größeren Stellenwert erhalten

Nun aber scheint der Konzern aus diesen Fehlern gelernt zu haben. Zumindest die Rechte an der neuen Eigenproduktion „Marco Polo“ sollen nicht verkauft werden. Stattdessen soll die Serie weltweit von Netflix vertrieben werden. „Szenarien wie sie jetzt noch bei Foxtel und House of Cards existieren, werden eine historische Fußnote bleiben. Wir werden mehr und mehr auf Originalinhalte setzen, an denen wir weltweit die Rechte behalten“, erklärte Neil Hunt, „Chief Production Manager“ des Konzerns.


Damit würde sich für Netflix auch das leidige Problem des Geoblockings erledigen. Schon heute ist der Streamingdienst in Australien nämlich weit verbreitet. Nutzer müssen sich dafür zwar eine amerikanische IP-Adresse zulegen – können dann allerdings auf den kompletten Inhalt der US-Version zugreifen. Die lokalen Rechteinhaber sind davon verständlicherweise alles andere als begeistert und drängen Netflix regelmäßig, die Kontrollen zu verschärfen. Setzt Netflix zukünftig verstärkt auf Eigenproduktionen und behält die Rechte selbst, dürfte dieser Konflikt sich etwas entspannen.

Exklusive Inhalte für Australien möglich

Bisher ist allerdings über den genauen Inhalt der australischen Netflix-Version noch nichts bekannt. Das Unternehmen versprach lediglich, dass es sich nicht um eine reine Kopie des amerikanischen Originals handeln soll. Es ist daher durchaus möglich, dass sich Netflix Serienrechte exklusiv für den australischen Markt sichert. Auch der Kauf von Rechten lokaler Serien ist im Gespräch.

Quelle: Businessspectator

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