Gurken – sogar noch Bio-Gurken! – in klebrigen Plastikverpackungen? Hoffentlich gehört diese Zeit bald der Vergangenheit an, denn schließlich besitzt das leckere Gemüse eine genügend resistente Schale, um damit vom Feld bis auf den Teller zu gelangen. Der Umwelt-Fauxpas wird nur deshalb »nötig«, weil Hersteller und Supermärkte ihre Produkte etikettieren möchten. Das geht nun zum Glück viel umweltschonender!


Gurken erhalten von der Natur eine praktische schützende Hülle, eine Plastikverpackung benötigen sie nicht!

»Natural Branding« als neuer Umwelt-Trend in den Discountern

Das »Natural Branding« greift allmählich um sich, jetzt hat es auch die Netto-Märkte erreicht: Ab sofort werden die Bio-Gurken dieser Supermarktkette nicht mehr in einer hässlichen Kunststoffhülle angeboten, sondern sie erhalten ein schickes Laser-Branding. Dabei wird nur die oberste Schicht der Schale mit den darin enthaltenen Pigmenten vom hochenergetischen Lichtstrahl berührt – und dabei entsteht eine Beschriftung, ein Logo oder was auch immer die Produzenten einbrennen möchten. Risiken und Nebenwirkungen sind bislang nicht bekannt, lassen sich aber als unwahrscheinlich bewerten. So gelingt die Etikettierung auf ganz neue Art! Im letzten Sommer hat Netto den Bio-Ingwer aus dem Plastik-Kokon befreit, und wenn jetzt auch die Gurken an der Reihe sind, spart der Supermarkt jedes Jahr sage und schreibe über 50 Tonnen Verpackungsfolie ein.

Ausgerechnet Bio-Gemüse erhielt die Plastikumhüllungen

Die Einführung von Bio-Lebensmitteln in regulären Discountern machte absurderweise die Nutzung von Plastikumhüllungen in vielen Fällen erst nötig: Die Bio-Waren dürfen nicht mit den Lebensmitteln aus konventionellem Anbau vermischt werden, doch ein einfaches Klebe-Etikett fällt einfach viel zu schnell ab. Darum erhielt ausgerechnet das Bio-Gemüse diese unappetitlichen Verpackungen, was sicher vielen Kunden nicht besonders gut gefiel. Das »Natural Branding« schlägt nun zwei Fliegen mit einer Klappe: Es macht die Bio-Gurken unverwechselbar – und rettet die Umwelt vor noch mehr Plastik-Abfällen. Auch einige Rewe- und Penny-Märkte in NRW bieten seit diesem Frühjahr versuchsweise gelaserte Süßkartoffeln und Avocados aus biologischem Anbau an: Vielleicht werden demnächst noch viel mehr Tonnen Plastikfolie eingespart.


Quelle: utopia.de 

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