New York liegt zu einem nicht unerheblichen Teil in etwa auf der Höhe des Meeresspiegels. Dies wird immer dann zum Problem, wenn Hurrikans dort vom mehr auf das Land treffen und riesige Flutwellen mit sich bringen. Letztmals geschah dies beispielsweise vor vier Jahren während des Hurrikan „Sandy“. Kein Wunder also, dass sich die Stadtverwaltung immer wieder mit Ideen beschäftigt, wie sich die Folgen eines solchen Naturereignisses minimieren lassen. Eine der aktuellen Maßnahmen dabei: In der Jamaica Bay vor den Stadtteilen Brooklyn und Queens werden Austern angesiedelt. Die Muscheln bringen zwei Vorteile mit sich: Zum einen reinigen sie das Wasser und erhöhen so die Wasserqualität. Zum anderen bilden sie riffähnliche Gebilde, die später einmal als natürliche Wellenbrecher dienen sollen.


Bild: David.Monniaux [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY-SA 2.0 fr (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/fr/deed.en)], via Wikimedia Commons
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Alte Toiletten dienen als Lebensraum für die Muscheln

In der Vergangenheit gab es in der Bucht auch schon einmal eine natürliche Austern-Population. Diese starb aber aufgrund von Überfischung und Industrieschadstoffen im Wasser aus. Nun wurden insgesamt wieder 50.000 Austern in der Bucht ausgesetzt. Diese finden dort optimale Bedingungen vor. Denn zuvor war eine eigens gebaute Porzellankonstruktion im Meer versenkt worden, die den Muscheln eine Andockfläche bieten soll. Das benötigte Porzellan stammte dabei von 5.000 ehemaligen Toiletten. Die Hoffnung der Initiatoren des Projekts ist es nun, dass sich die Austern tatkräftig vermehren und langfristig die Wucht der Flutwellen reduzieren können.

Auch U-Bahn-Waggons wurden schon vor New York im Meer versenkt

Austern werden in New York aber nicht nur neu angesiedelt, sondern auch gegessen. Um genau zu sein, werden jede Woche rund eine halbe Millionen der exquisiten Muscheln ausgeschlürft. Die Überreste wanderten dabei bisher in den Müll. Dies will das Milliarden-Austern-Projekt nun aber ändern. Freiwillige sammeln daher in fünfzig Restaurants regelmäßig die Schalen ein und versenken diese im Meer. An einer einzigen Schale können dabei bis zu zwanzig neue Austern andocken. Im vergangenen Jahr machte New York zudem Schlagzeilen, als alte U-Bahn-Waggons im Meer versenkt wurden. Diese sollen ebenfalls als eine Art künstliches Riff dienen und verschiedenen Tierarten eine Heimat bieten.


Via: City Lab

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