Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine der gefährlichsten Krebsarten. Nur 3 Prozent der Patienten, bei denen dieser Krebs diagnostiziert wird, leben danach länger als fünf Jahre. Der Hauptgrund hierfür ist, dass lange Zeit keine spürbaren Symptome auftreten. Beschwerden treten häufig erst dann auf, wenn der Tumor bereits gestreut hat. Und dann ist es meistens zu spät. Forscher der Queen Mary University in London entdeckten nun einen neuen Biomarker, der eine erheblich frühere Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs ermöglicht.


Bauchspeicheldrüsenkrebs
Foto: Adenocarcinoma of Pancreas, FNA, Ed Uthman, Flickr, CC BY-SA 2.0

Frühzeitige Diagnose kann Leben retten

Der entdeckte Biomarker besteht aus einem Set von drei Proteinen. “The research that is published today confirms the identification of biomarkers in urine that could be a definitive indication of whether someone has pancreatic cancer, or doesn’t. To develop a test for a disease, you need to actually have found what it’s going to be looking for. That’s what this work has been about. Anything that gets us to earlier diagnosis of pancreatic cancer will help make more people eligible for surgery, which can be important as a potential treatment,” so Maggie Blanks, CEO des Pancreatic Cancer Research Fund.

Die Level dieser drei Proteine im Urin sind bei an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankten Patienten erhöht. Aus diesem Wissen vollen die Wissenschaftler einen nicht invasiven Test entwickeln, mit dem sich der Krebs frühzeitig erkennen lässt. Dieser könnte dann bei Risikogruppen angewendet werden. Der neue Biomarker macht es sogar möglich, zwischen Bauchspeicheldrüsenkrebs und einer chronischen Entzündung des Organs (Pankreatitis) zu unterscheiden, was zuvor oft schwer fiel.


We’ve always been keen to develop a diagnostic test in urine as it has several advantages over using blood. It’s an inert and far less complex fluid than blood and can be repeatedly and non-invasively tested”, erklärte Dr. Tatjana Crnogorac-Jurcevic, die die in der Zeitschrift Clinical Cancer Research veröffentlichte Studie leitete.

Noch ein langer Weg

Die Wissenschaftler untersuchten 1500 Proteine im Urin von rund 500 Probanden, von denen einige gesund waren und andere wiederum an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt waren. Aus diesen Untersuchungen heraus konnte das Team drei Proteine namens LYVE1, REG1A und TFF1 identifizieren, die vermehrt bei den Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs auftraten. Die Forscher hoffen, dass ein auf diesem Biomarker basierender Test Bauchspeicheldrüsenkrebs innerhalb der ersten Stufen diagnostizieren kann. Momentan wird der Krebs oft erst in der finalen vierten Stufe erkannt.

Aber trotz der vielversprechenden Ergebnisse ist auch Vorsicht angebracht: “I think that it’s important to point out that this is still quite early-stage research, and although this looks like it can tell the difference between healthy individuals and people with pancreatic cancer, we’re still talking about a fairly small sample size. And then we need to see if that would work in real life situations when we’re actually looking at diagnosing people”, so Fiona Osgun von Cancer Research UK.

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