Ein Professor aus Aachen will den Markt für Elektroautos umkrempeln. Der Ego Life ist ein kleines, speziell für den Stadtverkehr konstruiertes, Elektroauto, das durch seinen günstigen Preis ganz neue Zielgruppen ansprechen soll. Vor zwei Jahren präsentierte das Startup auf der Cebit einen ersten Prototypen, nun wurde auf dem Genfer Autosalon das finale Design für die Serienproduktion vorgestellt. Demnach sieht das Auto aus wie ein klassisches Kleinfahrzeug. Die sich durch den elektrischen Antrieb ergebenden neuen Möglichkeiten in Sachen Design wurden also nur vergleichsweise sparsam eingesetzt. Bekannt dürfte ebenfalls das Konzept sein, wie mit den zwei Seitentüren vier Sitze erreicht werden können: Der Fahrer- und der Beifahrersitz können umgeklappt werden. Wer auf der Rückbank sitzt, sollte allerdings nicht zu lange Beine haben.


Bild: Ego Mobility

Das Infotainment-System kostet zusätzlich

Auch der Kofferraum bietet eher eine Grundversorgung. So kann eine Einkaufstasche untergebracht werden. Bei größeren Transporten können allerdings auch die Sitze der Rückbank umgeklappt werden, sodass sich mehr Stauraum ergibt. Im vorderen Bereich wurde für den Ego Life ein Infotainment-System entwickelt. Dafür müssen die Kunden allerdings einen Aufpreis in Höhe von 1.200 Euro zahlen. Ein integriertes Navigationssystem kostet weitere 1.900 Euro. Wer auf diese Extras verzichtet, bekommt das Auto in der Basisversion schon für 15.900 Euro. Die Reichweite ist mit 100 Kilometern dann aber ebenso begrenzt wie die Höchstgeschwindigkeit, die bei 112 Kilometern pro Stunde liegt. Für 19.900 Euro gibt es hingegen immerhin 145 Kilometer Reichweite und 142 Km/h als Obergrenze in Sachen Geschwindigkeit.

Bild: Ego Mobility

Die ersten 4.300 Vorbesteller werden noch dieses Jahr bedient

Eigentlich sollte der Produktionsstart des kleinen Elektroautos bereits im Oktober vergangenen Jahres erfolgen. Die grundsätzlichen Kapazitäten wären im Werk in Aachen auch vorhanden gewesen. Doch der Wegfall eines wichtigen Zulieferers sorgte für Verzögerungen bei der Straßenzulassung. Diese soll nun Mitte März erfolgen, sodass im Mai die ersten Fahrzeuge vom Band rollen können. In diesem Jahr sollen dann noch mindestens 4.300 Fahrzeuge ausgeliefert werden. Zumindest sollen so viele Kunden von der Warteliste bedient werden. Alleine dadurch würde sich der Umsatz des Unternehmens schon auf knapp 70 Millionen Euro belaufen. Für die Zukunft hat das Aachener Startup zudem noch weitere Pläne. So soll unter anderem ein autonom fahrender Elektrobus namens Ego Mover auf den Markt kommen.


Bild: Ego Mobility

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